DEUTSCHE EU-RATSPRÄSIDENTSCHAFT

Klöckner will `Farm-to-Fork` auf Wirtschaftlichkeit hin überprüft wissen Plus

Mit Tierwohl-Label und Nährwert-Kennzeichung will Klöckner bei Verbrauchern punkten. Die Landwirte will sie vor überhöhten Klima- und Umweltanforderungen bewahren

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat am Montag in Zagreb anläßlich der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Deutschland mit Wirkung vom 1. Juli ihre Schwerpunkte für die kommenden sechs Monate in der EU-Agrarpolitik skizziert. Sie will eigene Akzente beim Tierwohl und der Nährwertkennzeichung bei Lebensmitteln in der EU setzen.

"Wir haben eine Menge Arbeit vor uns. Unsere Bauern benötigen einen belastbaren Rahmen, damit sie ihre Zukunft planen können. Daher brauchen wir den nächsten Schritt zur Annahme der GAP-Reform im Oktober", sagte Klöckner bei der Aussprache zum GAP-Fortschrittsbericht im EU-Agrarministerrat.

Die neue Ratspräsidentin für die kommenden sechs Monate in der Versammlung der EU-Landwirtschaftsminister appellierte an ihre Kollegen, sich auf das Ziel einer "Allgemeinen Ausrichtung" der GAP-Reform bis Oktober zu verständigen.

"Liebe Kollegen, wir planen im Ministerrat uns auf eine Allgemeine Ausrichtung zu verständigen. Denn dann können wir in Trilogverhandlungen mit dem Parlament und der Kommission eintreten.

Grüne Architektur und Delivery Modell müssen weiter diskutiert werden

Die von der EU-Kommission am 20. Mai vorgestellten Strategien zu Biodiversität und Farm-To-Fork als Bausteine des Europäischen Green Deals will Klöckner einer ökonomischen und sozialpolitischen Gesamtbetrachtung unterzogen wissen.

...


Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

Ein klein wenig WISSENschaftlichkeit täte auch gut.

Bevor man sich mit immer schärferen Zielen (%Bio, % weniger Düngung, %weniger PSM) verrennt, sollten zuerst die Auswirkungen abgeprüft werden. Die logische Folge ist nämlich, dass all das, was wir folglich weniger produzieren, anderswo mehr produziert werden muss. Das heißt dort: ... mehr anzeigen

von jörg Meyer

Die Überschrift verwundert

Wirtschaftlichkeit soll zum Mass der Agrarpolitik werden? Welche Wirtschaftlichkeit ist denn gemeint? Volkswirtschaftliche mit Internalisierung von externen Effekten über deren Höhe man beliebig streiten kann? Betriebswirtschaftliche Wirtschaftlichkeit, dann müßte sie erstmal ihren ... mehr anzeigen

von Wilhelm Grimm

Die Landwirtschaft kann das Klima nicht retten, nicht einmal in Europa, das ist dummes Zeug !

Wir brauchen weltweite Lösungen und erneuerbare Energien und die Nutzung der Sonne. Nur so lässt sich der CO2.Ausstoß verringern. Alles andere sind kleinliche Scheinlösungen. Wir brauchen internationale Lösungen und dürfen nicht in die kleinkarierte grüne Falle der Schulze tappen, ... mehr anzeigen

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen