Landwirte müssen über ihre betrieblichen Daten verfügen können

Landwirte müssen über ihre betrieblichen Daten verfügen können und vor unautorisierter Weitergabe, Verarbeitung und Auswertung geschützt werden. Das fordert die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in einem Positionspapier. Daten sind ein Produktionsfaktor, der genauso wichtig wie Boden oder Kapital wird.

Landwirte müssen über ihre betrieblichen Daten verfügen können und vor unautorisierter Weitergabe, Verarbeitung und Auswertung geschützt werden. Das fordert die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in einem Positionspapier. Daten sind ein Produktionsfaktor, der genauso wichtig wie Boden oder Kapital wird.

Die Bauern sollen nach dem Willen der DLG auch für die Sicherheit der Daten verantwortlich sein und zugleich Autorisierung, Kontrolle und Transparenz sicherstellen. Die DLG verlangt außerdem, die Infrastruktur für die mobile Telekommunikation sowie den Schutz und die Sicherheit der Daten auszubauen. Geschäftsdaten seien „wie in anderen Branchen auch“ zunächst Betriebsgeheimnisse, daher müsse der gesetzliche Datenschutz auch auf Betriebs-, Maschinen und Geschäftsdaten ausgedehnt werden.

Das Positionspapier enthält als weitere Forderung, die unkontrollierte Weitergabe von Daten zu verhindern. Die Landwirte müssten von Geschäften mit ihren Daten profitieren können und die Entstehung von Monopolen verhindert werden. Zugleich sei bei der Analyse von „Big-Data“ Transparenz zu schaffen und für eine kostenfreie Verbreitung von öffentlichen und behördlichen Daten zu sorgen.

Nach den Vorstellungen der DLG sollte die Digitalisierung zudem genutzt werden, um Landwirtschaft und Verbraucher näher zusammenzubringen. Außerdem müssten digitale Technologien und ihre Anwendung feste Bestandteile der Ausbildung sein. Eine erfolgreiche Digitalisierung setze Qualifikation voraus, denn nur mit gut ausgebildeten Mitarbeitern könnten sich die landwirtschaftlichen Betriebe behaupten.
 
DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer unterstrich die Bedeutung der Digitalisierung. Daten seien zu einem Produktionsfaktor geworden, der künftig genauso wichtig wie Boden oder Kapital werden könnte. Er sei überzeugt, dass die Digitalisierung der gesamten Agrarbranche viele nützliche Möglichkeiten eröffnen werde.
 
Der Vorsitzende des DLG-Ausschusses für Digitalisierung, Arbeitswirtschaft und Prozesstechnik, Prof. Hans W. Griepentrog, sieht in der Digitalisierung ebenfalls vielen Chancen. Mit der umfassenden Vernetzung und den Systembildungen seien aber auch Risiken verbunden. Zudem gebe es noch viele Hürden zu beseitigen, so Griepentrog.

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Agra Europe (AgE)

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