Nestlé China haut Bauern seit Jahren übers Ohr

Die nordchinesische Molkerei Shuangcheng Nestlé Co, ein Tochterunternehmen von Nestlé, soll den Milchbauern der Region seit über zehn Jahren im großen Stil zu wenig Milchgeld ausgezahlt haben. Dazu habe das Unternehmen die Messskalen der Waagen in ihren insgesamt 74 Mess- und Sammelstellen manipuliert und so geringere die Gewichte der abgelieferten Milch ausgewiesen, heißt es in Medienberichten.

Die nordchinesische Molkerei Shuangcheng Nestlé Co, ein Tochterunternehmen von Nestlé, soll den Milchbauern der Region seit über zehn Jahren im großen Stil zu wenig Milchgeld ausgezahlt haben. Dazu habe das Unternehmen die Messskalen der Waagen in ihren insgesamt 74 Mess- und Sammelstellen manipuliert und so geringere die Gewichte der abgelieferten Milch ausgewiesen, heißt es in Medienberichten.

Die Behörden hätten die mehr als 20 000 Milchbauern darüber hinaus gezwungen, ausschließlich an Nestlé zu liefern. Dies wird damit begründet, dass die Nestlé-Molkerei der größte Steuerzahler der Stadt ist. Und nicht zuletzt weise die von der Molkerei abgelieferte Milch "riesige Mengen" Antibiotika, berichtet das China Internet Information Center (CIIC). "Das geht jetzt schon seit 1996 so, immer die gleiche Masche. Inzwischen habe ich mich einfach daran gewöhnt", wird eine örtliche Bäuerin zitiert. Allein sie habe dadurch in den letzten 17 Jahren umgerechnet 25 000 Euro verloren.

Wie das Medienportal Swissinfo berichtet, geht der Lebensmittelkonzern bereits den Vorwürfen nach und arbeite dabei mit den Behörden zusammen. Die Waagen an allen Sammelstellen sollen ausgetauscht und von den lokalen Behörden geprüft werden. "Nestlé betrügt Bauern nicht. Wir nehmen die Bericht sehr ernst", sagte Nestlé-Sprecherin He Tong und kündigte weitere Konsequenzen an. Sie betonte, dass Nestlé in den vergangenen 20 Jahren einen großen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung von Shuangcheng geleistet habe. (ad)

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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