Neue Masche der Tierrechtler: Legal im Stall arbeiten

Für die Tierrechtler von Animal Equality ist der Stalleinstieg ein legitimes Mittel im „Kampf gegen die Tierhaltung in Mastbetrieben und Schlachthäusern". Um den Landwirten Fehler nachzuweisen, will die Organisation nun offenbar noch weitergehen. Die Aktivisten wollen völlig legal und bezahlt in die Ställe.

Für die Tierrechtler von Animal Equality ist der Stalleinstieg ein legitimes Mittel im „Kampf gegen die Tierhaltung in Mastbetrieben und Schlachthäusern". Um den Landwirten Fehler nachzuweisen, will die Organisation nun offenbar noch weitergehen. Die Aktivisten wollen völlig legal und bezahlt in die Ställe.

So wirbt Animal Equality mit der Anzeige „Festanstellung im Bereich Tierschutzrecherchen“ um Mitarbeiter, die „unabhängig arbeiten unter sozialer Isolation und in rauen Bedingungen“, wie es heißt. Es gehe um die „Durchführung einfacher Tätigkeiten über einen längeren Zeitraum in landwirtschaftlichem Umfeld“. Ein Praktikum, die Lehre oder eine sonstige Anstellung würden Tor und Tür für Undercover-Recherche öffnen, die dann zwar immer noch illegal aber viel leichter wäre.
 
Der Bauernverband Schleswig-Holstein rät auf seiner Facebookseite zwar zur Vorsicht, hofft aber, dass sich der ein oder andere Aktivist vor Ort auch von der guten Art und Weise der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung überzeugen lassen könnte. Denn der Stall-Alltag sehe eben anders aus als solche Organisationen uns glauben machen wollen.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Feinstaub-Kritik: "Schuldzuweisungen an die Landwirtschaft sind absurd"

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Neue Masche?

Vielleicht ist das bei den Tierrechtlern eine neue Masche, sich anstellen zu lassen. Wer aber mal ins Fernsehen sieht oder Zeitung liest, der wird bemerken, dass diese Methode seit Jahrzehnten von Journalisten verwendet wird. Günther Wallraff etwa als Paradebeispiel hat fast sein ganzes Leben so gearbeitet. Jetzt trifft es eben auch die Landwirtschaft.

von Karlheinz Gruber

Nachtrag

Fanatiker lassen sich in der Regel nicht überzeugen. Als bestes Beispiel kann man hier die heutigen Holocaustleugner aufzeigen. Ist leider so. Bei manchen ist die geistige Verblendung so stark, das nichts mehr hilft. Leider.

von Karlheinz Gruber

Einstellungstest

Ein Schnitzel ohne Salat, und ein erweitertes Praktikum zur Nottötung von Tieren durch eine Zertifizierte Stelle. (aber nicht durch kuscheln). Wer sich weigert ist aufgeflogen. Ironie aus.

von Paul Siewecke

Ist doch ganz einfach: jeder mit nem Berufsabschluss sollte Referenzen nachweisen können! Und für den Fall, dass die gefaked sind gibt es Telefonbuch und Telefon (keine Nummer vom Bewerber verwenden!)

von Gerhard Steffek

Josh Billings!!

Ich sehe hier wieder Josh Billings Wort angebracht: "Einen Narren kann man am besten von seinem Irrtum überzeugen, wenn man ihn seine Dummheiten selbst ausführen läßt". Bin wirklich gespannt was dabei rauskommt. Ich hatte ja mal so ein "erfreuliches" Gespräch mit so einem "Dummchen" aus Berlin. Als ich ihr anriet, ein Praktikum auf einem lw. Betrieb zu machen, meinte sie nur: "brauche ich nicht, ich habe schon soviel darüber gelesen". Es würde ihr trotzdem nicht schaden, um von ihrem hohen Roß runterzukommen. Da wäre so etwas genau richtig.

von Andreas Heumann

Perfekt!

Es wäre doch ganz wunderbar wenn das geschehen würde. Dann würden auch bisher von den Vereinen überzeugte sehen, wie freundlich und herzlich Landwirte sind und welche Arbeit sie zu welchen Preisen machen. "Durchführung einfacher Tätigkeiten" wird dann nach dem ersten Tag mit dem Wecker um 4 Uhr etwas anders gesehen und die soziale Isolation in der Landjugend, dem Schützenverein oder bei dem überaus freundlichen Umgang mit der Nachbarschaft ganz schnell aus dem Weg geräumt. Und wenn dann nicht für Bezahlung sondern für Kost und Logis ein Praktikum gemacht wird, können Sie sich ja die Finanzen nach solch einer Arbeitswoche anschauen und feststellen, wie viel Arbeit hinter jedem einzelnen Euro stecken kann. Tatsächlich sollte man sie sogar freiwillig einstellen und ihnen die landwirtschaftlichen Tätigkeiten näher bringen.

von Martin Schmidt

Produktverkostung beim Bewerbungsgespräch

muss halt obligatorisch sein. Dann bekommt Ihr keine Veganer in eure Ställe.

von H. Bogen

Klasse!

Ich denke dabei an die Bilder die damals durch die Medien gingen als in einem Straathof Betrieb, Ferkel erschlagen wurden, die gibts dann ja garantiert nicht mehr, Gott sei Dank. Aber es würde mich auch interessieren was die Praktikanten machen wenn ein Tier erkrankt und kein Tierarzt gerufen wird vom Chef, rufen Sie dann das Veterinäramt an oder filmen wie das Tier stirbt?

von Gerhard Seeger

Witzig!

Dass wir "unter sozialer Isolation in rauen Bedingungen" arbeiten ist mir selbst noch gar nicht aufgefallen, man lernt eben nie aus. Leute die diesen Weltanschauungen anhängen und wie auch immer in einem Vorstellungsgespräch landen, erkennt man aber. Letztlich sollte auch die Recherche nach Herkunft, Schulbildung, sozialem Umfeld und bisherigem beruflichen Werdegang Teil des Bewerbungsgespräches sein. Schlussendlich sollte im Betrieb noch gewissenhaft gearbeitet werden, wo nichts ist kann man auch nichts dokumentieren.

von Bernd Croonenbroek

zu Dumm

wir in der Landwirtschaft können keine Dummen Leute "Tierrechtler" einstellen. Wir brauchen hoch qualifizierte Landwirte mit guter Ausbildung. Tierrechtler sind aber dumm und faul sonst währen die ja nicht Arbeitssuchend !!!

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