Ökolandbau in Niedersachsen wächst

Der Ökolandbau in Niedersachsen wächst. Die Zahl der landwirtschaftlichen Öko-Betriebe dort stieg von 2016 auf 2017 um rund 150 auf knapp 1.800. Die Anzahl der Verarbeiter legte um 43 Betriebe auf knapp 1000 zu. Noch stärker stieg 2017 die Ökofläche in Niedersachsen. Sie wuchs um 12.800 Hektar.

Das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) realisiert Projekte und berät umstellungsinteressierte Landwirte und Verarbeiter. (Bildquelle: www.marktdaten.bio)

Der Ökolandbau in Niedersachsen wächst. Die Zahl der landwirtschaftlichen Öko-Betriebe dort stieg von 2016 auf 2017 um rund 150 auf knapp 1.800. Die Anzahl der Verarbeiter legte um 43 Betriebe auf knapp 1000 zu.
 
Noch stärker stieg 2017 die Ökofläche in Niedersachsen. Sie wuchs um 12.800 Hektar auf knapp 100.000 Hektar. Das sind 14,6 Prozent. „Damit gehört Niedersachsen neben Bayern und Baden-Württemberg zu den drei Bundesländern, in denen sich der Ökolandbau 2017 am besten entwickelt hat“, sagt Carolin Grieshop, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen (KÖN). „Jetzt ist es wichtig, dass auch die Vermarktung weiter mitgeht. Der Ökolandbau wächst mit guten Abnahmebedingungen und guten Erzeugerpreisen.“
 
2017 hätten viele Ackerbaubetriebe in Niedersachsen umgestellt. Die guten Öko-Getreidepreise und der hohe Bedarf an heimischen Öko-Futtermitteln böten gute wirtschaftliche Perspektiven, so Grieshop weiter. Auch die mechanische Unkrautbekämpfung des Ökolandbaus wird für Landwirte interessanter. „Und dann ist der Schritt zur Umstellung auf Ökolandbau nicht mehr groß.“
 
Das größte Umsatzvolumen erzielte der Ökolandbau in Niedersachsen 2017 übrigens mit Bio-Eiern. Der Umsatz lag bei 106 Millionen Euro, weit vor Öko-Äpfeln mit 34 Millionen Euro, Öko-Milch mit 33 Millionen Euro, und Öko-Gemüse, 30 Millionen Euro. Gegenüber 2016 konnten die niedersächsischen Öko-Betriebe den Umsatz um gut elf Millionen Euro steigern. Die niedersächsischen Bio-Landwirte liefern 40 Prozent der in Deutschland erzeugten Bio-Eier.
 
Buchtipp: Marktdaten 2018
 
Das Kompetenzzentrum hat die „Marktdaten 2018 – Biomarkt Niedersachsen“ veröffentlicht. Die „Marktdaten“ beschreiben die aktuelle Situation des Ökolandbaus in Niedersachsen anhand von Daten, Zahlen und deren Erläuterungen. Einzelne Themen wie die Entwicklung der Fläche oder die Bedeutung des Öko-Flächenwachstums für den Markt werden von Experten des KÖN kommentiert.
 
Schwerpunkt der „Marktdaten 2018“ ist das Thema Öko-Gemüse. Verschiedene Karten zeigen den Öko-Gemüseflächenanteil in den einzelnen Landkreisen Niedersachsens und die Hochburgen von Feld- und Feingemüse. Weitere Karten stellen die Anbaugebiete ausgewählter Feldgemüse-Kulturen wie Möhren, Kohl und Zwiebeln vor. Zu allen Gemüsegruppen gibt es Zahlen.
 
Die „Marktdaten 2018“ sind über die Webseite www.marktdaten.bio kostenlos zu beziehen.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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Diskussionen zum Artikel

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von Wilhelm Gebken

Immer dasselbe, es fehlen die wichtigsten Daten und Vergleichszahlen

Solange ich die von den dafür bestens bezahlten Institutionen , hier dem KÖN, nicht bekomme,orientiere ich mich an meinen eigenen Berechnungen zur Plausibilität der Behauptungen. Ich bin zu folgenden Ergebnissen gekommen: Biolandbau beansprucht ca. 10% der Fläche, bindet ca. 10% der Betriebe, erhält ca. 20% der Fördergelder und trägt mit nur ca. 1,5% zur Lebensmittelerzeugung bei. Mit diesen Zahlen dürfte auch klar sein warum das KÖN ein buntes Feuerwerk an nichtssagenden Zahlen abfeuert, die die Wirklichkeit verschleieren sollen. Darüber hinaus ist zu hinterfragen, wessen Nahrungsmittel werden so extrem hoch subventioniert? Die Antwort ist klar: Die Nahrungsmittel der Grünenanhänger. Diese kommen inzwischen überwiegend aus einer "akademisch gebildeten Elite (irgendwas mit sozial)" mit Vorliebe für den Öffentlichen Dienst. Es überwiegen also überallimentierte Leute die eine überflüssige Tätigkeit ausüben und auf diese Weise noch zusätzlich subventioniert werden. Zum Vergleich: Die Flächenprämie wird an die Grundstückseigentümer durchgereicht, die Ökoprämie wird an diese neue Elite durchgereicht. Viel Spaß weiterhin bei der Fronarbeit!

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