Preise für Agrarland kräftig gestiegen

Die Preise für Agrarland sind im Jahr 2013 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kräftig gestiegen, und zwar im Bundesdurschnitt um 14 % auf rund 16.400 Euro je Hektar. Damit kletterten die Preise fast doppelt so stark wie im Vorjahr (+ 7 %), heißt es im neuen Situationsbericht des DBV.

Die Preise für Agrarland sind im Jahr 2013 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kräftig gestiegen, und zwar im Bundesdurschnitt um 14 % auf rund 16.400 Euro je Hektar. Damit kletterten die Preise fast doppelt so stark wie im Vorjahr (+ 7 %), heißt es im neuen Situationsbericht des DBV.

Allerdings weist diese Entwicklung deutliche regionale Unterschiede auf. Bayern, Niedersachsen, Thüringen und Brandenburg verzeichneten die höchsten Preissteigerungen. In Sachsen-Anhalt und auch in den Ländern entlang der Rheinschiene ist der Preisaufschlag deutlich schwächer ausgefallen.

Im Durchschnitt der neuen Länder lag der Preis für Agrarflächen 2013 bei 10.500 Euro (gegenüber Vorjahr + 10 %), im Westen Deutschlands bei 25.200 Euro (+ 13 %). Beim Verhältnis von Pacht- zu Bodenpreis nähern sich der Osten und der Westen Deutschlands weiter an.

Flächenumsatz nur bei 0,6 %

Insgesamt sind 2013 etwa 101.600 ha Agrarland verkauft worden (Vorjahr 106.400 ha). Gemessen an der gesamten Agrarfläche Deutschlands sind das 0,6 %. In den neuen Bundesländern ging die veräußerte Agrarfläche gegenüber dem Vorjahr um gut 7 % auf 60.900 ha zurück, davon entfallen 36.100 ha auf BVVG-Flächen. Demgegenüber blieb der Flächenumsatz in Westdeutschland mit 40.600 ha gegenüber dem Vorjahr unverändert.

An der Spitze in Sachen Bodenmobilität lagen 2013 Brandenburg mit einer verkauften Fläche von 19.900 ha, Mecklenburg-Vorpommern mit 16.100 ha, Niedersachsen mit 12.900 ha und Sachsen-Anhalt mit 10.000 ha. Mit 4,15 ha lag die durchschnittliche Fläche je Veräußerungsfall im Osten Deutschlands wesentlich höher als im Westen mit 1,34 ha.

Stark differierende Bodenpreise

Je nach Bodengüte, Nutzungsart oder regionaler Lage sind die Preisunterschiede beim Kauf von Agrarflächen erheblich. Für den relativ hohen Preisstand in Bayern (besonders Regierungsbezirke Nieder- und Oberbayern mit 59.900 bzw. 58.500 Euro) und Nordrhein-Westfalen (besonders Regierungsbezirke Münster und Düsseldorf mit 47.200 bzw. 46.300 Euro) sind auch die starke Nachfrage nach Bebauungs-, Verkehrs- und Ausgleichsflächen maßgebend.

Umgekehrt finden sich die niedrigsten Kaufwerte je Hektar in Thüringen (8.200 Euro), Brandenburg (8.500 Euro), Sachsen (9.200 Euro), im Saarland (9.700 Euro) sowie in den Regierungsbezirken Kassel (10.500 Euro) und Gießen (10.800 Euro). Es folgen Sachsen-Anhalt (11.200 Euro) und Rheinland-Pfalz (11.700 Euro).
Für 2013 ergibt sich bei Agrarlandverkäufen ein Gesamtumsatz von 1,664 Milliarden Euro. Das sind gegenüber dem Vorjahr gut 8 % mehr.

60 Prozent der Agrarflächen sind zugepachtet

Der Boden wird als Eigentums- oder Pachtfläche im Verhältnis von 38,4 % Eigentums- zu 60,0 % Pachtflächen genutzt. Die übrigen 1,6 Flächen haben die Landwirte nach Ergebnissen aus der Agrarstrukturerhebung 2013 unentgeltlich zur Bewirtschaftung erhalten. Aufgrund der agrarstrukturellen Entwicklung gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern.

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