Russland will Fleischeinfuhren weiter zurückdrängen

Mit hohem finanziellem Aufwand will Russland die Eigenerzeugung von Schweine- und Geflügelfleisch in den nächsten Jahren voranbringen und so den Einfuhrbedarf für diese Produkte weiter senken.

Mit hohem finanziellem Aufwand will Russland die Eigenerzeugung von Schweine- und Geflügelfleisch in den nächsten Jahren voranbringen und so den Einfuhrbedarf für diese Produkte weiter senken.

Nach Angaben des stellvertretenden russischen Landwirtschaftsministers Dmitrij Jurjew sollen sich die Beihilfen für diesen Produktionsbereich dem aktuellen Landentwicklungsprogramm zufolge in den Jahren 2015 bis 2020 auf insgesamt rund 293 Mrd Rbl (5,4 Mrd Euro) belaufen. Sie würden damit um 104 Mrd Rbl (1,9 Mrd Euro) höher ausfallen als ursprünglich geplant, erläuterte Jurjew bei einer Tagung des Nationalen Fleischverbandes letzte Woche in Moskau.

Das Agraressort rechnet damit, dass die Einfuhr von Schweinefleisch von 2013 bis 2017 aufgrund des größeren heimischen Angebotes um etwa 70 % auf nur noch 185 000 t verringert werden kann. Bei Geflügelfleisch soll der Import im gleichen Zeitraum ebenfalls um 70 % auf dann 158 000 t sinken.

Wie das Ministerium weiter bekanntgab, fiel die russische Erzeugung von Schweinefleisch in den ersten drei Quartalen 2014 mit gut 2,6 Mio t Lebendgewicht (LG) um 6,4 % höher aus als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig wurde bei Geflügelfleisch ein Produktionszuwachs um 5,7 % auf mehr als 3,9 Mio t realisiert.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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