Schleswig-Holstein meldet Rekord-Wachstum beim Ökolandbau

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Schleswig-Holstein ist 2016 so stark gewachsen wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr wurden 49.200 ha von Biobauern bewirtschaftet – 8.700 ha mehr als 2015. Damit sind rund 5 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche Ökoanbauflächen, teilt das Kieler Agrarministerium mit.

Robert Habeck (Bildquelle: Archiv)

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Schleswig-Holstein ist 2016 so stark gewachsen wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr wurden 49.200 ha von Biobauern bewirtschaftet – 8.700 ha mehr als 2015. Damit sind rund 5 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche Ökoanbauflächen, teilt das Kieler Agrarministerium mit.

Laut Landwirtschaftsminister Robert Habeck liegt das an der verstärkten Förderung, Beratung, Ausbildung und Schaffung eines Netzwerkes. Es gebe jetzt 600 ökologisch wirtschaftende Betriebe, 80 mehr als im vergangenen Jahr, sagte Habeck. „Und es gibt weiterhin großes Interesse von Landwirten, sich bei der vom Land geförderten Umstellerberatung zu informieren, damit sie gute Wege finden, in den Ökolandbau zu wechseln. Deshalb können wir auch dieses Jahr mit einem Flächenzuwachs von mehreren tausend Hektar rechnen.“

Die Strukturdaten der Umstellungsbetriebe zeigen ebenfalls eine interessante Entwicklung auf: Die durchschnittliche Betriebsfläche der Ökolandbau-Betriebe hat sich seit Jahren vergrößert: War im Jahr 2013 mit durchschnittlich nur 16 ha pro Betrieb zu erkennen, dass die damaligen Fördersätze kaum einen Haupterwerbsbetrieb zur Umstellung bewegen konnten, entwickelte sich der Wert von 40 ha im Jahr 2014 und 52 ha 2015 auf 89 ha im Jahr 2016. 38 % der Umstellungsbetreibe des Jahres 2016 bewirtschaften mehr als 100 ha.

Habeck sieht sich daher in seinen Maßnahmen bestätigt:

•    die Wiedereinführung der Beibehaltungsförderung (2012),
•    die Deutliche Anhebung der Fördersätze (2013 und 2014),
•    die Förderung von Innovationsprojekten (EIP),
•    die Agrarinvestitionsförderung für besonders tiergerechte Ställe (seit 2015),
•    das Pilotprojekt zum Aufbau eines Netzwerks Ökolandbau (seit Ende 2015),
•    die Förderung der Beratung zum Ökolandbau (seit 2016),
•    die Einführung einer Schwerpunktklasse Ökolandbau in der Fachschule ab dem Schuljahr 2017/2018.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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