Schmidt bekräftigt 20 Prozent Ziel für den Ökolandbau

Bundesagrarminister Christian Schmidt sagte am Montag bei einer Bioland Veranstaltung, dass er das Ziel, 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland ökologisch zu bewirtschaften, noch zu seiner politischen Lebzeit erreichen möchte. Die Bioland-Bauern fordern einen Stopp der Revision der EU-Ökoverordnung.

Bundesagrarminister Christian Schmidt sagte am Montag bei einer Bioland Veranstaltung, dass er das Ziel, 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland ökologisch zu bewirtschaften, noch zu seiner politischen Lebzeit erreichen möchte. Die Bioland-Bauern fordern einen Stopp der Revision der EU-Ökoverordnung.

Schmidt erläuterte am Montag in Fulda mit 180 Delegierten von Bioland seine Strategie für den Ökolandbau. Das Ziel aus der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung von 20 Prozent Biolandbau bekräftigte Schmidt dabei. „Mit der Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau wollen wir die Umstellung landwirtschaftlicher Betriebe auf den ökologischen Landbau in Deutschland erleichtern und das Ziel, 20 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland ökologisch zu bewirtschaften, noch zu meiner politischen Lebzeit erreichen“, sagte Schmidt laut Bioland vor den Delegierten.

Für 40.000 landwirtschaftliche Betrieben könnte durch die Umstellung auf den Biolandbau eine Zukunftsperspektive geschaffen werden. Zwei Millionen Hektar zusätzliche Ökofläche würden der Gesellschaft einen Mehrwert an Tierwohl, Artenvielfalt und Klimaschutz bringen, heißt es dazu bei Bioland. „Die Zukunftsstrategie ist ein guter Anfang“, sagte Bioland-Präsident Jan Plagge. Aus seiner Sicht hat der Biolandbau in Deutschland noch ein großes Potenzial für eine umweltverträgliche und zukunftsfähige Landwirtschaft, welches bei Weitem noch nicht ausgeschöpft sei.

In der Debatte zwischen den Bioland Delegierten und Bundesminister Christian Schmidt äußerten die Praktiker erneut ihr Unverständnis zur Revision der EU-Ökoverordnung, die gegen den Willen des gesamten Sektors durchgeboxt werden soll. Als zentrale Forderung gaben die Bioland-Delegierten dem Bundesminister mit auf den Weg, jetzt die Weichen für einen Weg aus der Sackgasse zu stellen und die Revision zu stoppen. „Die Bundesregierung muss sich jetzt für einen Stopp der Revision und stattdessen für die Weiterentwicklung des bestehenden und bewährten Bio-Rechts einsetzen. Ein neues Bio-Recht muss die Entwicklung des Biolandbaus in Europa fördern anstatt sie zu behindern“, sagte Plagge.

Schmidt präferierte vor den Delegierten auch die Weiterentwicklung der bestehenden EU-Ökoverordnung und sagte dazu: „Lieber habe ich den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“ Schmidt sprach weiter einen „erheblichen Strukturbruch“ in der Landwirtschaft an. Aus seiner Sicht beantwortet in der anhaltenden Krise der Markt nicht alleine alle Fragen. Vor den Bioland Delegierten wiederholte er sein politisches Vorhaben, kleine und mittlere Betriebe zu erhalten. Sonst gehe die Basis im ländlichen Raum verloren, warnte Schmidt in Fulda.

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