Schwedische Behörden geben 22 Wölfe zum Abschuss frei

In Schweden hat die Jagd auf Wölfe begonnen. Mit Genehmigung der zuständigen Behörden können in der Zeit vom 2. Januar bis zum 15. Februar zur Bestandsregulierung landesweit insgesamt 22 Tiere entnommen werden. Medienberichten zufolge sind im Rahmen der „Lizenzjagd“ bis zum 4. Januar bereits elf Tiere erlegt worden.

Schweden reduziert wieder seine Wolfsbestände (Bildquelle: Archiv)

In Schweden hat die Jagd auf Wölfe begonnen. Mit Genehmigung der zuständigen Behörden können in der Zeit vom 2. Januar bis zum 15. Februar zur Bestandsregulierung landesweit insgesamt 22 Tiere entnommen werden.

Medienberichten zufolge sind im Rahmen der „Lizenzjagd“ bis zum 4. Januar bereits elf Beutegreifer erlegt worden. Vorausgegangen war der Aktion wie schon im vergangenen Jahr ein heftiger Streit zwischen Gegnern und Befürwortern der Maßnahme. Tierschützer hatten die aus Bestandserhebungen abgeleiteten Abschussquoten der Regionalbehörden in Zweifel gezogen und waren mit einem Verbotsantrag bis vor das Oberste Verwaltungsgericht gezogen. Dieses wies den Antrag in der Vorwoche allerdings in letzter Instanz zurück.

Im vergangenen Jahr waren im Zuge der „Lizenzjagd“ insgesamt 25 Wölfe zum Abschuss freigegeben und auch getötet worden. Die schwedischen Behörden weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass für jede Region strenge Vorschriften gelten würden, die einen „günstigen Erhaltungszustand“ der Wolfpopulation garantierten.

Mit der Bejagung soll der Bestand auf einem Niveau gehalten werden, das sowohl dem Wolf als auch dessen typischen Beutetieren und der Landwirtschaft den nötigen Freiraum erhält. Anfang 2017 wurde die Population an Wölfen von der schwedischen Regierung auf insgesamt rund 340 Tiere geschätzt.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht

Die Redaktion empfiehlt

Management & Politik / News

Immer weniger Schäfer und Schafe in Deutschland

vor von Alfons Deter

Laut aktuellem Bericht zur Agrarstruktur gab es 2016 noch 18.000 Schafhalter mit 1,28 Mio. Mutterschafen, 33% weniger als 2005. 989 Berufsschäfer mit mehr als 320 Mutterschafen halten 52 % der Schafe ...

Bodenzustandsbericht: Wie humusreich sind deutsche Äcker?

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen