Tierrechtler verüben im Schnitt zwei Anschläge pro Woche

Militante "Tierrechtler" setzen der fleischverarbeitenden Industrie und dem Handwerk in Deutschland immer mehr zu. Mit Anschlägen auf Schlachtbetriebe oder Mastanlagen richten sie jährlich Schäden an, die in einigen Fällen in die Millionen gehen.

Militante "Tierrechtler" setzen der fleischverarbeitenden Industrie und dem Handwerk in Deutschland immer mehr zu. Mit Anschlägen auf Schlachtbetriebe oder Mastanlagen richten sie jährlich Schäden an, die in einigen Fällen in die Millionen gehen.

Zu ihren Aktionen gehören Attacken mit Farbbomben oder Brandsätzen sowie sogenannte Tierbefreiungen, bei denen Tiere aus Ställen herausgelassen werden, berichtet der MDR im Magazin FAKT. Die Anschläge würden häufig unter dem Namen der 1976 in England gegründeten Animal Liberation Front (ALF) verübt.

Beispielhaft berichtet der Leipziger Fleischermeister Harald Kretschmer von den Anschlägen. In den letzten 20 Jahren war sein Geschäft fast 30 Ziel der Vandalen. Die wirtschaftlichen Schäden für den Fleischer waren immens: Allein 70.000 Euro habe er aus eigener Tasche für die Reparatur von Schäden aufbringen müsste, sagte Kretschmer dem ARD-Magazin. Nach einer Reihe von Anschlägen auf den Familienbetrieb habe die Versicherung die Verträge gekündigt.

Nach Angaben von Aktivisten der Szene gegenüber FAKT werden deutschlandweit mindestens zwei Anschläge pro Woche verübt. Die Tendenz sei steigend. Der Vorsitzende des Vereins Tierbefreier e.V., André Gamerschlag, sagte FAKT, durchschnittlich einmal pro Monat suchen  Aktivisten anwaltlichen Beistand, weil gegen sie wegen Straftaten ermittelt wird.  Gamerschlag, der nach eigenen Angaben nie an solchen Anschlägen beteiligt ist, erklärte die Militanz der Szene damit, dass "appellieren alleine es einfach nicht bringt".

Für die Ermittlungsbehörden stellt die Szene trotz der von ihr angerichteten Schäden keine besondere Bedrohung dar. Die Anzahl ihrer Straftaten sei gering, heißt es.

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