Weißrussland will sich für Gentechnik in der Landwirtschaft öffnen

Offenbar mehren sich in Weißrussland die Stimmen, in der heimischen Landwirtschaft gentechnisch veränderte Organismen (GVO) zuzulassen. Darauf deutet eine Aussage des Direktors vom Institut für Genetik und Zytologie der belorussischen Akademie der Wissenschaften (NASB), Prof. Alexander Kiltschewski, hin.

Offenbar mehren sich in Weißrussland die Stimmen, in der heimischen Landwirtschaft gentechnisch veränderte Organismen (GVO) zuzulassen. Darauf deutet eine Aussage des Direktors vom Institut für Genetik und Zytologie der belorussischen Akademie der Wissenschaften (NASB), Prof. Alexander Kiltschewski, hin. Der Wissenschaftler kündigte auf einer internationalen Konferenz in Minsk an, dass Weißrussland „bereit für GVO in der Landwirtschaft“ sei.

Kiltschewski wies darauf hin, dass sein Institut Verhandlungen mit ausländischen Firmen führe, die interessiert seien, Tests mit GVO in Weißrussland durchzuführen; dies betreffe insbesondere gentechnisch veränderte Zuckerrüben. Die dafür vorgesehenen Versuchsfelder erfüllten alle nationalen und internationalen Anforderungen.

Nach Einschätzung des Institutsdirektors wird Weißrussland früher oder später „in diese Richtung“ gehen müssen. Dies sollte allerdings unter Beachtung der weißrussischen Gesetze und der eingegangenen internationalen Verpflichtungen des Staates erfolgen.

Derzeit führt das Minsker Genetikinstitut einen dreijährigen Versuch mit gentechnisch veränderten Kartoffeln durch, die resistent gegen Kartoffelkäfer sein sollen. Die ersten Proben sollen im Frühjahr 2014 gepflanzt werden. Untergebracht an dem Genetikinstitut ist auch die Nationale Koordinierungsstelle Biosafety, die unter anderem für die Prüfung und Kontrolle von Lebensmitteln, Futter und Saatgut im Hinblick auf mögliche GVO-Bestandteile zuständig ist.

Der Leiter von Biosafety, Prof. Sergej Dromashko, hob auf der Konferenz hervor, dass in den zurückliegenden sieben Jahren bei den Prüfungen in weniger als 1 % der getesteten Proben GVO-Inhalte festgestellt worden seien. (AgE)

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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