Artenschutz

WLV: Ja zur Kooperation, Nein zu pauschalen Verboten

In einer aktuellen Resolution wehrt sich der WLV entschieden dagegen, dass die Landwirtschaft immer als alleiniger Hauptverursacher von Biodiversitätsrückgängen an den Pranger gestellt wird.

Der Vorstand des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) hat in der Sitzung am 28. Mai eine "Resolution zur Biodiversität und zum Artenschutz" verabschiedet. Diese nimmt insbesondere Stellung zum Bericht zur Lage der Natur 2020 von Bundesumweltministerium (BMU) und Bundesamt für Naturschutz.

"Der WLV wehrt sich entschieden dagegen, dass die Landwirtschaft immer als alleiniger Hauptverursacher von Biodiversitätsrückgängen an den Pranger gestellt wird", heißt es in der Resolution. Die ungebrochene Flächenversiegelung durch Siedlung, Gewerbe und Verkehr, die Einflüsse der Klimaveränderungen und die Schadstoffeinträge durch Industrie oder private Haushalte würden dagegen unter „ferner liefen“ abgetan.

Im Bericht des BMU wird mehrfach darauf verwiesen, dass der Naturschutz dort Erfolge hat, wo Maßnahmen in Kooperation mit der Landwirtschaft durchgeführt werden. Aus Sicht des WLV liegt genau darin der Schlüssel zum Erfolg, wenn dauerhaft etwas für den Natur- und Artenschutz erreicht werden soll! Deshalb fordern die Vorsitzenden der Kreisverbände, die Kooperation zwischen Landwirtschaft und Naturschutz zu stärken. Pauschalen Verboten und Ordnungsrecht erteilen sie dagegen eine klare Absage.

Die Botschaft „Mehr Kooperation wagen!“ haben WLV, RLV und LSV gestern auch in einer gemeinsamen Presserklärung deutlich gemacht und Umweltministerin Svenja Schulze aufgefordert, auf einseitige Schuldzuweisungen an die Landwirtschaft zu verzichten.

Aufruf von Bauernpräsident Beringmeier from Bernhard Lütke Entrup on Vimeo.

Download Resolution


Diskussionen zum Artikel

von Wilhelm Grimm

..."auf einseitige Schuldzuweisungen an die Landwirtschaft zu verzichten". Das ist zu wenig,

so wird das auch nichts mit dem WLV. Die Ministerin Schulze hat sich zu entschuldigen und ihre Angriffe auf die Landwirtschaft richtig zu stellen. Auch Frau Klöckner muss endlich mal nicht nur rhetorisch die Landwirtschaft unterstützen. Und die Bundeskanzlerin tut auch nichts gegen ... mehr anzeigen

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Auf Kommentar antworten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen