Bestände an Magermilchpulver weiter gewachsen

Obwohl der Drittlandsabsatz von Magermilchpulver 2017 um rund 39 Prozent über den Vorjahresmengen lag, war das vergangene Jahr eiweißseitig dennoch von sehr umfangreichen Lagerbeständen gekennzeichnet. Eine Entspannung der Marktlage zeichnet sich bisher nicht ab.

Molkereien suchen Absatzweg für Magermilchpulver (Bildquelle: archiv)

Obwohl der Drittlandsabsatz von Magermilchpulver 2017 um rund 39 Prozent über den Vorjahresmengen lag, war das vergangene Jahr eiweißseitig dennoch von sehr umfangreichen Lagerbeständen gekennzeichnet. Ende Oktober waren EU-weit nach Angaben der EU-Kommission rund 382.000 Tonnen Magermilchpulver im Bestand, davon 376.000 Tonnen in der Intervention. Das entspricht einem Fünftel der jährlichen EU-Produktion an Magermilchpulver.
 
Verkaufsversuche der EU, die seit November 2016 laufen, blieben bisher weitgehend ohne Erfolg. Bis Dezember 2017 konnten lediglich 180 Tonnen verkauft werden. Durch die Preisschwäche bei Magermilchpulver kam es sogar zu einem weiteren Bestandsaufbau. Im April, Mai sowie im August und September 2017 wurden bei den Interventionsstellen weitere knapp 31.000 Tonnen angeboten, rund ein Viertel davon in Deutschland. Die Ankäufe im Rahmen der Marktstützung haben zwar ab Mitte 2016 in Verbindung mit dem festen Weltmarkt auch in der EU zu einem deutlichen Preisanstieg geführt. Durch die umfangreichen Vorräte an Milcheiweiß war die Dynamik der Preisanstiege vom Sommer 2016 bis Herbst 2017 bei Butter und Käse aber erheblich größer als beim Milchpulver. AMI

Artikel geschrieben von

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

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