Sojabohnen

Brasiliens Sojafläche soll sich kaum vergrößern

Der Auslandsdienst des US-Landwirtschaftsministeriums beziffert die Sojaanbaufläche in Brasilien auf 36,5 Mio. ha und damit rund 0,4 Mio. ha über dem Vorjahr.

Die Analysten erwarten, dass die Nachfrage Chinas gedämpft bleibt. Denn die Afrikanische Schweinepest dezimiert die Schweinebestände und senkt damit den Futtermittelbedarf. Zudem verbreitet der Handelskonflikt zwischen den USA und China immer noch Unsicherheit. Sollte es zu einer Einigung kommen, dürfte das die Exportgeschäfte Brasiliens mit China verringern und die brasilianischen Sojapreise unter Druck setzen. Gleichzeitig dürften jedoch auf der Erzeugerseite die Preise für Betriebsmittel steigen, insbesondere die Kosten für Düngemittel. Im Westen von Brasilien könnten die Kosten sogar um durchschnittlich neun Prozent gegenüber der Vorsaison steigen und damit die Margen deutlich verringern.

Im Wirtschaftsjahr 2019/20 dürften die Erträge mit 34 Dezitonnen je Hektar rund 0,2 Dezitonnen je Hektar größer ausfallen als im Vorjahr. Deshalb beziffert das FAS die Erntemenge für das Wirtschaftsjahr 2019/20 mit 123,5 Millionen Tonnen deutlich höher als im Vorjahr, in dem 116 Millionen Tonnen geerntet wurden. Üblicherweise beginnt die Aussaat Anfang September. Aufgrund von Trockenheit und unzureichender Bodenfeuchtigkeit hatten die Erzeuger in Paraná Ende September aber erst zwei Prozent ihrer Flächen bestellt, und hinken damit dem Vorjahresergebnis von zehn Prozent deutlich hinterher. Auch in Mato Grosso gab es erhebliche Aussaatverzögerungen. Bisher ist es aber noch zu früh, um den Einfluss der Witterungsbedingungen auf die Sojabohnenerträge vorherzusagen. Solange sich die Witterung in den kommenden Wochen normalisiert, sollte die verzögerte Aussaat die Quantität und Qualität der ersten Ernte der Saison nicht beeinträchtigen. AMI

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Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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