„Der VEZG-Preis ist unverzichtbar“ Premium

Die VEZG „macht“ seit 20 Jahren Erzeugerpreise für Schweine und Rinder. Ein Erfolgsmodell! Für den Vorsitzenden Matthias Frieß ist es allerdings auc ein Zukunftsmodell, wenn die Erzeuger zusammenhalten.

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch e.G. (VEZG) empfiehlt seit 20 Jahren Preise für Schlachttiere. Gibt es den VEZG-Preis auch noch in 20 Jahren?

Frieß: Ich hoffe das! Unsere Preisfindung hat sich bewährt und zum Leitpreis für ganz Europa entwickelt. Sie beruht auf einer breiten Markteinschätzung, die auch künftig unverzichtbar ist. Die Preise nach dem Vieh- und Fleischgesetz sind immer weniger belastbar. Die amtliche Notierung wird weiter an Bedeutung verlieren.

Was ist heute die größte Herausforderung bei der Preisfindung?

Frieß: Für eine Notierung, die in die Zukunft gerichtet ist, ist die größte Herausforderung die Treffsicherheit. Daran werden wir gemessen. Und das war früher deutlich einfacher als heute.

Was hat sich denn verändert?

Frieß: Der Vermarktungssektor hat sich extrem konzentriert. Dadurch werden die Wege zu den Schlachtbetrieben immer länger und die Transportkosten steigen. Letztlich sinkt unsere Beweglichkeit am Markt. Mit jedem Wegfall eines Abnehmers wird es schlimmer.

Wie sieht die Antwort der VEZG auf die zunehmende Konzentration in der Schlachtbranche aus?

Frieß: Wir müssen uns noch breiter aufstellen. Wenn wir neue Mitglieder aufnehmen, können wir noch mehr Schlachttiere bündeln und werden von der roten Seite ernst genommen. Um kurze Wege zu erhalten, beliefern wir auch verstärkt kleinere Unternehmen.

Wie hoch ist der Marktanteil der VEZG bei Mastschweinen, Schlachtbullen, Schlachtkühen und Ferkeln?

Frieß: Unsere 45 Erzeugergemeinschaften vermarkten zusammen rund 13 Mio. Schlachtschweine und 7,5 Mio. Ferkel pro Jahr. Hinzu kommen über 42000 Schlachtsauen und fast 170000 Schlachtrinder. Bei Schweinen liegt unser Marktanteil zwischen 25 und 27%. Bei frei gehandelten Ferkeln kommen wir auf etwa 10 bis 15%. Im Rinderbereich sind unsere Anteile geringer: Bei Bullen kommen wir auf 6 bis 10% und bei Schlachtkühen sind es zwischen 5 und 7%.

Wie locken Sie neue Mitglieder?

Frieß: Die Mitglieder der VEZG verfügen in vielen ...

Weiterlesen mit PREMIUM
Jetzt 30 Tage gratis testen
Mehr erfahren

Claas präsentiert völlig neu entwickelte Lexion-Mähdrescher

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Aus dem top agrar-Magazin

Schreiben Sie Aus dem top agrar-Magazin eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Josef Doll

Würde das stimmen

wären Hauspreise ein Fall fürs Kartellamt . Denn kleinere Schlachter halten sich dran !!

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen