Australien

Einbußen für Australiens Landwirtschaft Premium

Die Dürre in mehreren Landesteilen und der Handelsstreit zwischen den USA und China werden der australischen Landwirtschaft spürbare Erlöseinbußen bescheren.

So lautet der wenig optimistische Ausblick des Australischen Amtes für die Land- und Rohstoffwirtschaft (ABARES). Die Analysten aus Canberra gehen in ihrer jüngsten Prognose davon aus, dass die landwirtschaftliche Erzeugung - vor allem witterungsbedingt - auf den niedrigsten Stand seit einer Dekade fallen und die Exporte wegen des geringeren Angebots das Zehnjahresmittel unterschreiten werden. Zwar dürften in einigen Sektoren höhere Preise und im Export der schwächere Australische Dollar die negativen Auswirkungen abmildern, aber nicht vollständig kompensieren, so die Experten.

Nach ihrer Schätzung wird der landwirtschaftliche Produktionswert ohne Fischerei und Forst 2019/20 gegenüber dem Vorjahr um 4,6 % auf knapp 59,4 Mrd A$ (36,4 Mrd Euro) sinken; das wäre der tiefste Stand seit vier Jahren. Dies muss als Rückschlag für das gemeinsam formulierte Ziel von Regierung und Landwirtschaft gewertet werden, bis 2030 einen Wert von 100 Mrd A$ (61 Mrd Euro) zu erreichen. Bei den Agrarexporterlösen wird ein noch größerer Rückgang im Vergleich zu 2018/19 befürchtet, nämlich von 11,4 % auf 43,6 Mrd A$ (26,7 Mrd Euro); das wäre das niedrigste Niveau seit 2013/14.

Das niedrigere Produktionsniveau und die geringeren Ausfuhreinnahmen werden bei gleichzeitig höheren Kosten negative Einkommenseffekte auf den Farmen haben. Laut ABARES soll das Nettoeinkommen des landwirtschaftlichen Sektors gegenüber 2018/19 um 16 % auf 17,2 Mrd A$ (10,5 Mrd Euro) sinken, womit das Zehnjahresmittel aber noch um 16,4 % übertroffen würde.

Veredlungssektor im Minus

Zum landwirtschaftlichen Produktionswert in Australien tragen die tierische Veredlung und der Pflanzenbau jeweils rund die Hälfte bei. Der für das laufende Jahr prognostizierte Abschwung soll laut ABARES bei den Viehhaltern jedoch stärker ausfallen, der betreffende Produktionswert um 5,9 % und die Exporterlöse um 14,4 % sinken. Dürrebedingt ist das Futter in mehreren Landesteilen knapp und teuer, und die Farmer haben ihre Herden abgestockt. Die Rindfleischerzeugung dürfte deshalb gegenüber 2018/19 um fast 13...

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