Flächenschätzung für Raps zur Ernte 2018 bleibt stabil

Der Internationale Getreiderat (IGC) schätzt, dass Raps zur Ernte 2018 innerhalb der EU-28 auf einer Gesamtfläche von 6,7 Millionen Hektar stehen wird. Damit hätte sich die Fläche zum Vorjahr so gut wie nicht verändert.

Junger Raps (Bildquelle: Archiv)

Der Internationale Getreiderat (IGC) schätzt, dass Raps zur Ernte 2018 innerhalb der EU-28 auf einer Gesamtfläche von 6,7 Millionen Hektar stehen wird. Damit hätte sich die Fläche zum Vorjahr so gut wie nicht verändert. Zwar sind die Preise für Raps gegenüber den Alternativen wie Weichweizen attraktiv, aber das Potenzial für weitere Flächenausdehnungen zeigte sich durch schwierige Witterungsbedingungen begrenzt. Diese reichten von Trockenheit im Südosten Europas hin zu übermäßiger Nässe im Norden, vor allem in Deutschland.

Hier rechnen die Analysten zudem mit einem leichten Rückgang der Rapsfläche um 2,2 Prozent auf 1,3 Millionen Hektar gegenüber dem Vorjahr. Schwere Regenfälle hatten die Böden hier vielfach aufgeweicht und die Feldarbeiten erschwert. Mancherorts ist der Rückgang auch nur das Resultat der Fruchtfolge. Ähnliche witterungsbedingte Schwierigkeiten bei der Aussaat waren in Polen zu beobachten. Dort dürfte die Fläche zur Ernte 2018 gegenüber dem Vorjahr ebenfalls kleiner ausfallen.

In Frankreich wird die Rapsanbaufläche hingegen steigen, vor der Winterruhe dürften die Felder hier in gutem Zustand sein. Des Weiteren wurde wieder mehr Raps im Vereinigten Königreich ausgesät. Die Fläche dürfte an die Höchststände aus vergangenen Jahren aber noch nicht wieder heranreichen. Einen günstigen Witterungsverlauf hat es zur Aussaat in der Ukraine gegeben. Niederschläge im Oktober und November waren willkommen, da sie den Wasserhaushalt vieler zu trockener Böden endlich wieder auffüllten.

Letztlich übertraf die Aussaat dann die Erwartungen. Zusammen mit Sommerraps dürfte die ukrainische Rapsfläche zur Ernte 2018 rund 890.000 Hektar erreichen, das entspräche einer Ausdehnung von 14,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. AMI

Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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