Krim-Krise drückt ukrainische Getreideernte

Die europäischen Getreideexporteure können sich im gerade begonnenen Wirtschaftsjahr auf weniger Konkurrenzdruck durch Ware aus der Ukraine einstellen.

Die europäischen Getreideexporteure können sich im gerade begonnenen Wirtschaftsjahr auf weniger Konkurrenzdruck durch Ware aus der Ukraine einstellen. Nach einer aktuellen Schätzung des Ukrainischen Agrarbusiness-Klubs (UCAB) dürften in dem Land ohne Berücksichtigung der Krim zwischen 55 Mio t und 56 Mio t Getreide geerntet werden; das wären 6,5 Mio t bis 7,5 Mio t weniger als 2013. Entsprechend rechnet UCAB für die Kampagne 2014/15 mit einem Rückgang der ukrainischen Getreideausfuhren um etwa die gleiche Menge auf 26 Mio t bis 27 Mio t.

Negativ auf die Ernteaussichten hat sich nach Angaben des Klubs die Abwertung der Landeswährung ausgewirkt, durch die die Preise für importierte Betriebsmittel deutlich gestiegen seien. Die ukrainischen Agrarproduzenten seien dadurch gezwungen worden, ihre Produktionstechniken zu ändern, was zu schwächeren Erträgen bei den Hauptkulturen führen dürfte.

Darüber hinaus haben laut UCAB kühle Witterungsbedingungen insbesondere die Produktionsaussichten für Mais gedämpft. Im Einzelnen wird mit einer Ernte von 21,2 Mio t bis 22,2 Mio t Weizen, 6,8 Mio t bis 7,3 Mio t Gerste und 24,5 Mio t bis 25,5 Mio t Mais gerechnet. Der Klub schränkte im Hinblick auf seine Schätzungen allerdings ein, dass die politisch und wirtschaftlich instabile Lage die Erntevorhersagen erschwere.

Traktor von gestern. Technologie von morgen.

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

Schreiben Sie Alfons Deter eine Nachricht

Andreas Beckhove

Redakteur Markt

Schreiben Sie Andreas Beckhove eine Nachricht

Das könnte Sie auch interessieren


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich einloggen um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen