Erzeugerpreise

Getreidemarkt: Gute Qualitäten sind rege gefragt

Bei einigen Notierungen für Getreide wurden zuletzt die Spitzen gekappt. Das halten Beobachter aber nur für eine „kosmetische“ Korrektur und nicht für eine Wende zum Schlechteren.

Viele Erzeuger haben während der letzten Wochen weitere Teilmengen der Getreideernte 2021 verkauft. Das dürfte die richtige Entscheidung gewesen sein. Für Weizen, Gerste und Co. wurden nicht nur an traditionell absatzstarken Standorten recht attraktive Erzeugerpreise geboten, sondern bundesweit.

Doch dann kippte die Stimmung am Markt etwas, und zuletzt wurden die Preisspitzen sogar gekappt. Diese „Korrekturen“ sind zumeist sehr moderat ausgefallen. Trotzdem fragen sich viele Landwirte, ob der Preiszenit in der Saison 2021/22 eventuell überschritten ist oder ob es im weiteren Verlauf wieder Luft nach oben geben wird.

Nur eine Verschnaufpause

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Niemand kann mit Gewissheit vorhersagen, welche Preise in den kommenden Wochen und Monaten wirklich zu erzielen sind. „Denn die Preise werden nicht nur von harten Fakten geprägt, sondern auch von Meinungen, vagen Vermutungen usw.“, sagt ein erfahrener Analyst. Er und viele seiner Berufskollegen rechnen aber auch weiterhin eher mit freundlichen Markttendenzen als mit...