Schätzung

IGC rechnet mit anhaltend nur knapp versorgtem Rapsmarkt

Londoner Experten setzen ihre Rapsprognose für die Endbestände 2020/21 auf 3,6 Mio. t herab. Die weltweite Nachfrage soll im Vergleich zum Vorjahr um fast 4 % steigen.

Für den globalen Rapsmarkt zeichnet sich aktuell eine anhaltend engere Versorgungslage ab als zuvor erwartet worden ist. Der Internationale Getreiderat (IGC) geht davon aus, dass die weltweiten Rapsbestände bis zum Ende der laufenden Vermarktungssaison deutlicher abgestockt werden dürften und sich auch zum Abschluss des Folgejahres auf einem Mehrjahrestief bewegen werden.

Gemäß ihres aktuellen Berichts rechnen die Londoner Marktexperten für 2020/21 jetzt mit einem Abbau der Lagermengen auf nur noch 3,6 Mio t; im Februar hatten sie noch mit 200.000 t mehr gerechnet. Die Vorjahresmenge würde demnach um 2,6 Mio. t oder 41,9 % unterschritten.

Begründet wird der Bestandsabbau vor allem mit der umfangreicheren globalen Rapsnachfrage, die 2020/21 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Mio. t oder 3,8 % auf 73 Mio. t zulegen soll. Davon dürften dem IGC zufolge 69,9 Mio. t auf die Vermahlung entfallen, nach 66,8 Mio. t im Vorjahr. Dagegen wird der Einsatz für Futterzwecke voraussichtlich um 400.000 t auf 2,1 Mio. t und der Rapsverbrauch für die menschliche Ernährung um 100.000 t auf 900.000 t abnehmen.

Der jetzt für Ende 2020/21 prognostizierte globale Lagerbestand an Rapssaat würde nur noch ausreichen, um die erwartete Nachfrage für etwa 18 Tage zu decken. Demnach stellt sich die Versorgungslage mit der schwarzen Ölfrucht vergleichsweise eng dar; im Mittel der vergangenen fünf Jahre hatte die Bestandsmenge für 29 Tage gereicht.

Mehr Raps nach China

Nach Einschätzung des Getreiderats werden die Rapsbestände Kanadas bis zum Ende der laufenden Saison besonders stark schrumpfen, nämlich um 2,3 Mio. t auf nur noch 700.000 t. Das wäre das niedrigste Niveau der vergangenen acht Jahre.

Als Grund nennen die Londoner Experten den lebhaften Rapsexport des nordamerikanischen Landes, der 2020/21 im Vorjahresvergleich um 1 Mio. t auf den Rekord von 11,4 Mio....


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