Vorräte geschrumpft

Kartoffeln auch in Polen knapp

Lagerkartoffeln sind in Polen gut geräumt und teuer.

Vor allem der Markt für Speisekartoffeln ist ähnlich knapp versorgt wie der Markt in Deutschland. Die Vorräte sind über den Winter rasch geschrumpft, und derzeit gibt es keine großen Importmengen. Die Abpacker zahlen für Speisekartoffeln zum Teil schon über 30 Euro je Dezitonne. Dafür bekommen sie jedoch nicht immer beste Qualitäten. Der Aufbereitungsaufwand beziehungsweise Ausschuss ist relativ hoch. Ein ergänzendes Angebot gibt es aus Frankreich, dies ist jedoch vergleichsweise teuer. Frühkartoffeln treffen ebenfalls in Polen ein, sie finden derzeit in 25-Kilogramm-Säcken abgepackt jedoch vor allem Käufer an den Großmärkten. Dort darf die Ware losschalig sein, sodass beispielsweise auch an kleines Angebot von Mallorca zum Zuge kommt.

Frühkartoffeln aus dem inländischen Anbau lassen noch auf sich warten, sie können aber vielleicht früher als im Durchschnitt der vergangenen Jahre gerodet werden. Denn außer in Südpolen gab es im Winter nicht viel Schnee und die Böden konnten zeitig bearbeitet werden. Unter Folien haben sich in der Wojewodschaft Großpolen die Bestände gut entwickelt, auch wenn die Nächte immer sehr kühl waren. Trotzdem wird damit gerechnet, dass losschalige Ware für den Straßenverkauf oder die Großmärkte sehr zeitig ab Anfang Mai zur Verfügung stehen wird. Auch die Haupternte kann zurzeit zügig und früh gepflanzt werden. Zur genauen Anbauentwicklung gibt es noch keine abgesicherten Informationen. Pflanzgut ist jedenfalls sehr knapp. Viele Erzeuger nutzen aber womöglich umfangreich Konsumware aus 2018. AMI

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Artikel geschrieben von

Christian Brüggemann

Redakteur Markt

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