Lohnt sich das Lagern? Premium

Viele Getreideanbauer lagern immer noch einen Großteil der Ernte 2018. Denn zuerst standen alle Preissignale auf „stetig steigend“, doch dann traten die Kurse nur noch auf der Stelle. Das könnte sich 2019 ändern.

Die erste Hälfte der Getreidesaison 2018/19 dürfte für viele Erzeuger eine Enttäuschung gewesen sein. Die Erträge sind wegen der Dürre verbreitet schlecht ausgefallen. Und dann haben die Erlöse nicht das gehalten, was sie angesichts des Angebotsrückganges zuerst versprochen haben. Das hat viele Landwirte auf dem falschen Fuß erwischt. Etliche sitzen immer noch auf ansehnlichen Lagerbeständen, hadern mit ihrem Schicksal und spekulieren auf bessere Preise im neuen Jahr.

Aus heutiger Sicht wäre es richtig gewesen, Weizen, Gerste und Co. kurz nach der Ernte zu vermarkten. Denn die Preisspitzen wurden bis Mitte August gemeldet. Danach traten die Notierungen meistens auf der Stelle oder gaben teils sogar etwas nach. An lukrative Renditen ist nach Abzug der Kosten für Lagerung, Schwund usw. also nicht zu denken. Und von den sonst üblichen Nachfrageimpulsen kurz vor dem Jahreswechsel kann auch keine Rede sein. „Wer das Risiko scheut, muss also die aktuellen Preise akzeptieren“, sagt ein Marktbeobachter. Ansonsten müsse man eben bis 2019 warten.

Wenn der Druck abnimmt

Viele Mühlen sind offenbar bis in den Januar hinein gut versorgt und nicht bereit, Prämien auf die Tagespreise auszuloben. Bei den Mischern scheitern höhere Forderungen...

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Redaktion Betriebsleitung, Geld, Steuern, Recht

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von Rudolf Rößle

Die Frage

stellt sich doch, ob für Mengen der neuen Ernte jetzt Verkaufskontrakte geschlossen werden müssen. Der Getreideanteil nimmt zu, da weniger Raps ausgesät ist.

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