Kampagnenstart 2020

Nordzucker erwartet durchschnittliche Erträge bei Zuckerrüben

Wie 2020 zeigt, kann die Zuckerrübe auch extreme Witterungsverhältnisse bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Nordzucker rechnet insgesamt mit einem durchschnittlichen Ertragsniveau.

Die Rübenkampagne steht 2020 unter besonderen Vorzeichen: Am Donnerstag ist für Nordzucker die Verarbeitung der Zuckerrüben als erstes im Werk Schladen gestartet.

Die ersten Zuckerrüben dieses Anbaujahres werden dort zu Biozucker verarbeitet. Das Werk Opalenica (Polen) folgt am heutigen Freitag, anschließend starten die Werke in den anderen Ländern in den darauffolgenden Tagen mit der Rübenverarbeitung. Am 1. Oktober wird das Werk in Finnland als letztes im Konzern die Verarbeitung aufnehmen.

Rückblick auf das Anbaujahr

Trockenheit führte zu Bestandslücken Nach einer zügigen Aussaat Anfang April hatten die Rüben in manchen Regionen wegen ausgebliebener Niederschläge zunächst Aufgangsschwierigkeiten. Lückige Bestände waren das Resultat. Wie bereits im vergangenen Jahr gab es über die Vegetationsperiode hinweg in einigen Regionen während des Sommers deutlich zu wenig Niederschläge. Besonders betroffen waren Teile der Anbauregionen in Deutschland, Polen und Litauen. Gegen Ende des Sommers einsetzende Niederschläge führten dann in fast allen Ländern zu deutlichen Zuwächsen.

Dr. Lars Gorissen, Vorsitzender des Vorstands und zuständig für das Ressort Agrarwirtschaft, bekräftigt: „Dieses Jahr zeigt wieder einmal, dass die Zuckerrübe auch extreme Witterungsverhältnisse bis zu einem gewissen Grad ausgleichen kann. Der einsetzende Regen hat für deutliche Zuwächse gesorgt. Für den Konzern rechnen wir insgesamt mit einem durchschnittlichen Ertragsniveau.“ Mit Blick auf die Märkte sagt Dr. Gorissen weiter: „Wir gehen von stabilen und ausgeglichenen Bedingungen auf dem Europäischen und weltweiten Zuckermarkt aus. Die Covid-19 Pandemie hat sich nach den Hamsterkäufen im März anschließend nur leicht dämpfend auf die Nachfrage ausgewirkt.“

Auch in diesem Jahr werden Öko-Rüben zu Biozucker verarbeitet. Zusätzliche Verträge mit Anbauern führen in diesem Jahr zu einer ausgeweiteten Produktion von Biozucker. Für Nordzucker werden Rüben aus ökologischem Anbau in Schladen, Nykøbing (Dänemark) und Kèdainiai (Litauen) verarbeitet.

Kampagneende im Januar erwartet Axel Aumüller, Vorstand Produktion, sieht die Werke in allen Ländern gut vorbereitet für die bis in den Januar laufende Kampagne: „Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Werken haben diese auch unter den herausfordernden Bedingungen dieses Jahr gut auf die Kampagne vorbereitet. Unsere Hygiene-Maßnahmen zu Covid-19 sind in den Werken implementiert, oberstes Ziel ist und bleibt die Vermeidung von Infektionen. Bereits in der Vorbereitungsphase konnten wir auch unsere Investitionen in die Bereiche Lagerung und Logistik umsetzen. Wir haben den Markt und den Qualitätsanspruch unserer Kunden fest im Blick.“

Der zweite Schwerpunkt liegt auf der weiteren Verbesserung der Energiebilanz der Werke. Aumüller weiter: „Wir verfolgen in unserem Projekt „Go Green“ das Ziel, den CO2-Ausstoß in unseren Werken weiter zu senken und langfristig ohne fossile Energie auszukommen. Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten halten wir Kurs in Sachen Energieeffizienz und Reduzierung von Emissionen.“


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