Rabobank prognostiziert rote Zahlen für internationale Geflügelbranche

Die Geflügelwirtschaft hat weltweit wegen der hohen Futterkosten mit roten Zahlen zu kämpfen und das dürfte auch noch bis Anfang 2013 so bleiben. Davon geht zumindest die Rabobank in einer aktuellen Studie aus. Vor allem in Industrieländern sei es schwierig, steigende Futterkosten über die Produktpreise an die Endverbraucher weiterzureichen.

Die Geflügelwirtschaft hat weltweit wegen der hohen Futterkosten mit roten Zahlen zu kämpfen und das dürfte auch noch bis Anfang 2013 so bleiben. Davon geht zumindest die Rabobank in einer aktuellen Studie aus. Vor allem in Industrieländern sei es schwierig, steigende Futterkosten über die Produktpreise an die Endverbraucher weiterzureichen. Die Hoffnungen stützen sich nun auf die nächste Sojabohnenernte Südamerikas, die den Futtermittelmarkt etwas entspannen könnte. Am meisten zu kämpfen hätten die Geflügelfleischanbieter in der EU, in den USA und Thailand. Dort hätten die Marktakteure zuletzt begonnen, ihre Erzeugung zu drosseln. Allerdings sei das Angebot von Weißfleisch und vor allem von Brustfilets in der Union immer noch relativ hoch. Derweil entscheiden sich die Verbraucher an der Kühltheke in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation laut Rabobank lieber für günstigere Produkte wie Hähnchenschenkel. Deren Preise hätten sich aber wegen der zunehmenden Nachfrage aus Südafrika im Rahmen eines kürzlich abgeschlossenen Handelsabkommens recht fest entwickelt. Obwohl sich die Preise für Geflügelfleisch normalerweise vor allem aus dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage ergäben, könnten auch die verringerte Rindfleischproduktion in den USA und die rückläufige Schweinefleischerzeugung in der Gemeinschaft über Substitutionseffekte die internationalen Geflügelfleischmärkte stützen. (AgE)