Schätzung

Russland: Marktexperten korrigieren Ernteprognose für Getreide nach unten

Wegen zu wenig Regen in den wichtigen Anbauregionen des europäischen Teils Russlands gehen senken Fachleute die Erwartungen für die Getreideernte 2019 für das Land.

Das russische Consulting- und Forschungszentrum für Agrarökonomie (Sovecon) hat erstmals seine Prognose für die inländische Getreideernte 2019 gesenkt, berichtet die Fachzeitschrift "Agroinvestor". Wie aiz.info daraus zitiert, gehen die Experten von einer Erntemenge in Höhe von rund 127,2 Mio. t aus, wovon 82,6 Mio. t auf Weizen entfallen sollen. Im Vergleich zur bisherigen Schätzung wären das um 1,9 Mio. t beziehungsweise 0,8 Mio. t weniger.

Die Korrektur sei auf die seit Mitte Mai zu verzeichnenden unterdurchschnittlichen Niederschläge in den wichtigen Anbauregionen des europäischen Teils des Landes - dem Wolgagebiet, aber auch partiell den südlichen Provinzen - zurückzuführen. Die Prognosen anderer Forschungseinrichtungen lagen bisher zwischen 130,8 Mio. t - darunter 82,3 Mio. t Weizen (Agraranalysenagentur ProZerno) - und 126,0 Mio. t beziehungsweise 80,8 Mio. t (staatliches Agrartransportunternehmen RusAgroTrans). Das Moskauer Landwirtschaftsministerium geht von insgesamt 118,0 Mio. t Getreide aus, bei einer Weizenernte zwischen 72,0 und 75,0 Mio. t.

2018 wurden in Russland insgesamt 113,3 Mio. t Getreide eingebracht, nach einer Rekordernte von gut 135,5 Mio. t im Vorjahr. Nach Auffassung der Sovecon-Experten könnten die nunmehr niedrigeren Ernteprognosen in den am Schwarzen Meer liegenden Regionen die seit Mitte Mai steigenden Preise für Getreide der neuen Ernte zusätzlich unterstützen.

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Artikel geschrieben von

Alfons Deter

Redakteur top agrar Online

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