Fotogalerie Kundgebung "Es ist 5 vor 12! Keine Zukunft ohne Bauern!"

Vor dem Hintergrund ständig steigender Auflagen fürchten viele Landwirte um ihre Existenz. Um ihre Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen, demonstrierten sie heute in Bonn vor dem BMEL.

Zur Dialogveranstaltung luden am heutigen Montag der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV), der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband (WLV), der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau, der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz-Süd sowie der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer nach Bonn ein. Redakteur Alfons Deter ist für Sie Vorort.

Oben finden Sie die Fotogalerie und hier den Bericht...

Die Redaktion empfiehlt

In Bonn haben am Montag Bauern aus ganz NRW und Rheinland-Pfalz auf Einladung der Bauern-, Obst- Gemüse- und Winzerverbände gegen das Agrarpaket der Bundesregierung demonstriert. Hier der Bericht...

Mediathek / Videos / Verschiedenes

Dr. Aeikens rechtfertigt Agrarpaket vor den Bauern

vor von Alfons Deter

VIDEO: Agrar-Staatssekretär Dr. Aeikens ist am Montag bei der Kundgebung der Bauernverbände vor dem BMEL in Bonn vor die Bauern getreten und hat erklärt, wie es zu den Gesetzesverschärfungen kam.

Die zunehmende Auflagenflut bedroht die Existenz der Bauern. Laut RLV ist es 5 vor 12! Es müsse Schluss sein mit dem maßlosen Aktionismus gegen die Landwirtschaft. Heute ist Demo in Bonn...

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Diskussionen zum Artikel

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von Eckehard Niemann

@ Andrea Rahn-Farr: Wer denn wohl spaltet da?

Liebe Frau Andrea Rahn-Farr, selbst als Funktionärin im Bauernverband sollten Ihnen die Bauern-Interessen doch so wichtig sein, dass Sie den Aufruf zu einer Großdemonstration, basis-organisiert von Bauern, nicht als "Spaltertum" verunglimpfen! Viel Erfolg der Demo am 22.10. in Bonn!!

von Andrea Rahn-Farr

Der Spalter...

an seinen Worten kann man ihn erkennen. Im Zweifelsfall: Einfach mal ruhig sein, Herr Niemann!

von Eckehard Niemann

Von vielen landwirtschaftlichen Basis-Netzwerkern organisierte Groß-Demonstration von Bauern am 22.10. um 11 Uhr auf dem Münsterplatz in Bonn!

Insbesondere über die sozialen Netzwerke wird aktuell von zahlreichen Landwirten eine Demonstration am 22.10.2019 geplant. Die Beteiligung der Verbände an der Organisation wurde allerdings ausdrücklich nicht gewünscht... Vielleicht gibt es ja am 22.10. eine wirkliche Großdemo, die nach vorne gerichtete (und nicht nur defensive) und praktikable Forderungen von Bauern verbindet mit Eingehen auf die Forderungen der Gesellschaft - die aber auch bezahlt und EU-weit abgesichert sein müssen.

von Eckehard Niemann

Keine Pressemitteilung der DBV-Spitze

Zum jetzigen Zeitpunkt (14.30 Uhr) gibt es je eine Pressemitteilung von RLV und WLV - aber meiner Übersicht nach keine vom Deutschen Bauernverband. Was mögen die Gründe dafür sein? - Differenzen? - Enttäuschung?

von Eckehard Niemann

So berichtet dpa:

So berichtet dpa: ----- Bauern protestieren in Bonn gegen Agrarpolitik der Regierung ----- Bonn (dpa) - Mehrere hundert Landwirte haben in Bonn gegen die Agrarpolitik der Regierung protestiert, darunter auch Bauern aus Rheinland-Pfalz. ----- "Es muss endlich Schluss sein mit der maßlosen Auflagenflut", forderte der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbands, Bernhard Conzen, am Montag in Bonn. Eine nachhaltige Landwirtschaft solle "in gegenseitigem Verständnis für das Notwendige und Machbare" gestaltet werden. "Alles andere bedroht die Existenz der bäuerlichen Familienbetriebe."----- Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich an die 1000 Landwirte an der Demo - neben Bauern aus dem Rheinland und aus Rheinland-Pfalz auch aus Westfalen-Lippe. Viele rollten mit ihren Traktoren zum Protest vor dem Bonner Sitz des Bundeslandwirtschaftsministeriums. ----- Die Bauern fordern etwa Nachbesserungen beim Handelsabkommen Mercosur oder eine fachlich begründete Düngeverordnung.----- Der Staatssekretär aus dem Landwirtschaftsministerium Hermann Onko Aeikens (CDU) wollte mit den Bauern vor Ort über ihre Anliegen ins Gespräch kommen. ----- Der Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd, Eberhard Hartelt, warnte im Rahmen der Proteste vor den Folgen des Agrarpaketes. Unter anderem sieht das Paket Einschränkungen für den umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat vor sowie mehr Geld für Umwelt- und Klimaschutz, ein freiwilliges Tierschutzlabel und ein Aktionsprogramm für den Insektenschutz. ----- Hartelt forderte sowohl Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) als auch Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, das Paket zurückzuziehen und mit den Bauernverbänden in den Dialog zu treten. Naturschutz sei nur mit und nicht gegen die Landwirtschaft umsetzbar.

von Willy Toft

Das ist gut, das sich jetzt endlich mal Widerstand formiert!

Jede Demo sollte zum Anlass genommen werden, auf unsere Lage aufmerksam zu machen. Renke, ich gebe dir recht, warum nicht schon früher, aber sie Stimmung ist erst jetzt wirklich gekippt! Also zusammen rocken wir das, und das ist das, was den Regierenden beeindruckt! Der 22/10- 19 sollte als Kehrtwende in die Geschichte eingehen, und wenn nichts danach passiert, werden wir alle 14 Tage aufrufen!

von Gerd Uken

@ Gmelch ich dachte 22.10 in Bonn

Heute „Dialogveranstaltung“ sagt schon alles o.m. G.

von Renke Renken

Eigentlich ist es

schon zwei Minuten nach zwölf, dieser Widerstand hätte schon vor etlichen Monaten organisiert werden müssen!

von Alfred Gmelch

Der Termin ist der 22.11.2019 in Bonn

Liebe Bauern zeigt Solidarität und geht mit nach Bonn am 22.11.2019. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, sonst erreichen wir nichts. Die Demo am 22.11. ist NEUTRAL, also verbandübergreifend und sollte auch so gesehen werden. Wir müssen alle aus unseren in der Vergangenheit gemachten Fehlern lernen, ansonsten werden wir zerrieben. Nur gemeinsam sind wir stark genug um Erfolg zu haben. Das Orgateam hierfür leistet hervorragende Arbeit. Bitte schließt euch an in den Whats App Gruppen zusammen und zeigt Geschlossenheit.

von Norbert Scheppach

"keine Zukunft ohne Bauern" - warum nicht?

"Keine Zukunft für die Bauern" ist ja wohl das sinnvollere Motto. Eine Zukunft ohne Bauern ist sehr wohl denkbar und letztlich auch gestaltbar. Wahrscheinlich sogar leichter als heute. Bauern sind ja nun keineswegs Ökofreaks und Haustiertotstreichler, sondern unterliegen sehr heftigem ökonomischen und rechtlichen Druck bis hin zur Selbstversklavung - Substanzabbau lässt grüßen. Was die Bauern wirklich brauchen ist eine europaweites Agrarkonzept, dass die notwendige Technik und die Transparenz als öffentliche Leistung bereit stellt (Ernährungsmanagement statt Klientelpolitik) und den Bauern den Freiraum verschafft, ihr Können optimal zu nutzen für die Erzeugung gesunder und umweltgerechter Nahrungsmittel nach klaren Regeln mit klaren Verdienstmöglichkeiten. Dass das so, wie es heute läuft, nicht bleibt, sollte allerdings jedem klar sein; denn das, was gerade gefordert wird von der Landwirtschaft ist noch lange nicht das, was eigentlich geleistet werden müsste (siehe Nitrat, Tierwohl, Co2-Bilanz, Instektensterben, usw...).

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