Grüne beantragen Sonderausschuss zum Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel

Ska Keller Ska Keller
Bild: skakeller.de

Das Thema Glyphosat erfährt ein parlamentarisches Nachspiel im Europäischen Parlament. Die Grünen haben am Mittwoch in Brüssel einen Sonderausschuss zu Glyphosat beantragt. In der wöchentlichen Konferenz der Fraktionsvorsitzenden des Europäischen Parlaments legte die Grünen/EFA-Fraktion gemeinsam mit den Fraktionen S&D und GUE/NGL den Antrag für die Einsetzung eines Sonderausschusses zur Untersuchung des Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel wie Glyphosat in der EU vor.

"Wir haben ernste Bedenken was die Zulassungsverfahren für Glyphosat und andere Pestizide in der EU angeht. Deshalb brauchen wir einen Sonderausschuss, der untersucht, warum wissenschaftliche Glyphosat-kritische Studien im Bewertungsprozess ignoriert wurden“, begründete die Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Ska Keller ihre Initiative vor der Presse.

Der Ausschuss müsse auch die Rolle der deutschen Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der europäischen Lebensmittelsicherheitsagentur (EFSA) und der EU-Chemikalienagentur bei der Genehmigung von Glyphosat unter die Lupe nehmen.

Ohne die Monsanto-Papiere und die Kampagne von Umweltschützern wäre Glyphosat vermutlich für weitere 15 Jahre zugelassen worden, glaubt Ska Keller. Der Sonderausschuss müsse sicherstellen, dass die Bewertung der Gefahren von Pestiziden und deren Genehmigung künftig vollständig transparent und objektiv seien, forderte die Grünenabgeordnete. „Tricksereien und der Einflussnahme von Konzernen wie Monsanto müssen wir einen Riegel vorschieben," so Keller.

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10 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Anke Möbius · 1.
    Herr Steffek

    sehr gern doch: Siehe meine ausführliche Antwort zum Glyphosat-Verbot der Samtgemeine Artland.....

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  2. von Gerhard Steffek · 2.
    @Frau Möbius -

    ich habe mir jetzt tatsächlich überlegt ihnen zu antworten. Aber ihr Kommentar spricht für sich. Aber weil ich schon dabei bin, was ist mit der Antwort auf Herrn Holtz' Frage wegen der zukunftsfähigen Landwirtschaft? Auf die bin ich auch gespannt.

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  3. von Matthias Bückner · 3.

    Ach Frau Möbius...

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  4. von Anke Möbius · 4.
    Auch hier wieder

    die unnötigen Troll-Kommentare der beiden Herren zum Thema. Unabhängige Studie und Ergebnisse gibt es genug, da muss man nicht die Lügipedia-Seite zum Thema bemühen. Allerdings muss man es auch wollen und annehmen, dass andere Ergebnisse vorliegen, die sich inzwischen mehren, ob aus Argentinien, Deutschland, Österreich oder Frankreich. Aber solange es billiger ist, seinen Acker zu vergiften, tun wir es eben. Nach uns die Sintflut. Daumen wie immer egal, weil sie nichts ändern....

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  5. von Gerhard Steffek · 5.
    @Wilhelm Grimm

    guckst Du da (https://de.wikipedia.org/wiki/Glyphosat). Wikipedia macht's möglich. Der Artikel darüber wird auch immer größer. Wenn man liest welche Versuche da jeweils gemacht werden, kann einem regelrecht schlecht werden. An Absurdität schon fast nicht mehr zu überbieten. Fütterungsversuche sind da noch harmlos, aber wenn ich Gly in Hühner- und Krallenfroschembryos!!!!! einspritze um eine Wirkung zu haben, dann frage ich mich schon wie pervers ist das. Wurde mit Koffein übrigens genauso gemacht und hatte die gleiche Wirkung. Interessant ist ja dann auch oftmals die Aussage "in ausreichender Konzentration". In ausreichender Konzentration ist sogar Wasser tödlich.

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  6. von Wilhelm Grimm · 6.
    Verdummen mit Bienensummen.

    Herr Saak, wenn das stimmt, dann bitten wir top agrar höflich um eine kleine Recherche.

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  7. von Saak · 7.
    Bienensummen

    Glyphosatkritische Studien wurden doch von der Krebsforschungsagentur der WHO in zweifelhaften Labore erstellt. Dort hat man reines Glyphosat in Hühnereiern , Schweinefleisch und Rindfleisch gespritzt und an Ratten verfüttert. " Wahrscheinlich krebserregend !!

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  8. von Wilhelm Grimm · 8.
    Die Rattenfänger streben den Sieg an.

    Erst die Beizen weg, dafür muss ich meinen Raps dreimal spritzen. das muss zur Strafe mit einer Steuer geahndet werden. Da diese wirkungslos und ich zu dumm bin, werden zur erneuten Strafe die Pflanzenschutzmittel völlig verboten, bis auf Kupfer. Und dann gibt es immer noch Berufskollegen, die nichts merken.

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  9. von Gerhard Steffek · 9.
    Tricksereien und der Einflußnahme -

    Aha!!!!!!!!!!!!! bei den einen ist es böse, aber wenn man es selber macht dann gut, oder? Siehe die Kampagne der Umweltschützer. Billige Argumentation. Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt immer mit dreien auf sich.

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  10. von Wilhelm Gebken · 10.
    Wir werden uns in Zukunft auf noch mehr "Papiere" einstellen müssen.

    Grün/Links hat einen neuen Kampfbegriff geschaffen: Panama-Papers, Paradise-Papers und jetzt Monsanto- Papiere. Es findet sich zwar in keinem einzigen dieser Millionen Seiten starken Bättersammlungen irgend etwas, das rechtlich bedenklich wäre (Moralinsauer ist was anderes und liegt im Auge des Betrachters), aber der Begriff: "Irgendetwas-Papers" steht bereits für das Aufdecken irgendwelcher, am liebsten kapitalstischer Verschwörungen zu Lasten des "kleinen Mannes". Egal ob man ihm jetzt Geld "weggenommen" hat oder ihn vergiften will. Ich bin jetzt mal gespannt, wer als nächsten den Titel "??? - Papers" erhält.

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