Afrikaner geben 70 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus

In Afrika wenden die Menschen im Schnitt 70 % ihres Haushaltseinkommens für Nahrungsmittel auf. Darauf hat das Bundeslandwirtschaftsministerium hingewiesen. In Deutschland würden im Mittel dagegen nur etwa 9 % des Haushaltseinkommens in Nahrungsmittel und Getränke investiert.

Aufgrund des hohen Ausgabenanteils können dem Ministerium zufolge bereits geringe Schwankungen bei den Agrarrohstoffpreisen in Schwellen- und Entwicklungsländern dazu führen, dass dort die Menschen Lebensmittel nicht mehr bezahlen können. Bis zum Jahr 2050 müssten weltweit insgesamt mehr als 9 Milliarden Menschen ernährt werden, führte das Agrarressort aus. Für ausreichende Einkommen und eine sichere Ernährungslage komme der Landwirtschaft eine Schlüsselrolle zu.

Im Kampf gegen den Hunger müssten die nachhaltige Produktion gesteigert und die Bäuerinnen und Bauern vor Ort gestärkt werden. Es habe daher in einigen Ländern Afrikas bereits Projekte zur Optimierung der landwirtschaftlichen Strukturen etabliert, berichtete das Bundeslandwirtschaftsministerium. Ein Schwerpunkt dabei bilde die Verbesserung der landwirtschaftlichen Ausbildung. Ein anderes Projekt unterstütze die lokale Versorgung von Kleinbauern mit hochwertigem Saatgut.

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Schmidt: Landgrabbing gibt Anlass zur Sorge (27.4.2014)

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von jobelego · 1.
    Der richtige Weg!

    Gute Ausbildung, moderne Produktionsverfahren, leistungsfähige Sorten. Hohe Erträge, um an den hohen Marktpreisen zu partizipieren. Die Spendenbettelorgaisationen sabotieren solche Maßnahmen, um das Elend und damit die Pfründe zu wahren. Sie setzen auf ineffektive Produktionsverfahren und teure Nahrungsmittelproduktion. Die Beibehaltung althergebrachter Selektionszucht und ewige Vermehrung alter Sorten. Und wenn die städtische Bevölkerung einmal Zugriff auf europäische Hähnchenschenkel oder auf Milchpulver statt auf nach NGO-Ideologie mit 60cent (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) Kosten produzierter einheimischer Milch bekommt, so gibt es einen Aufschrei. Die hiesige Empörungsindustrie (Verband von NGOs, Grünen-Politikern und Propagandamedien) wettert dann gegen die hiesige Landwirtschaft, weil die armen Afrikaner nicht mehr 70%, sondern womöglich nur noch 69% ihres Einkommens für Nahrunsgmittel ausgeben müssen. Auf die Idee, dass der Afrikaner auch für 40 (30, 25) cent Milch produzieren könnte, wenn er nimmer ideologiekonform wirtschaftet, kommt niemand.

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