Hinz will mehr Naturschutzmaßnahmen in GAP

Priska Hinz Priska Hinz
Bild: Grüne

Im Rahmen des Naturschutzforums in Wetzlar zu „Möglichkeiten der Gemeinsamen Agrarpolitik zur Sicherung der biologischen Vielfalt“ plädiert die hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Priska Hinz für verstärkte Naturschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft.

Die Ministerin fordert mehr EU-Mittel für den Agrarbereich, um Naturschutz zu betreiben: „Der europäischen Agrarpolitik kommt eine grundlegende Bedeutung zur Umsetzung der Umweltziele der EU zu. Die Diskrepanz zwischen den agrar- und umweltpolitischen Zielen der EU und den Vorschlägen zur Finanzierung ist ein Riesenproblem“, meint Hinz. Ihrer Meinung nach müssten zusätzliche Klimaschutz- und Landschaftspflegemaßnahmen durch den europäischen Finanzrahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) finanziert werden.

Halbzeitberichte zur EU-Biodiversitätsstrategie, die Verurteilung Deutschlands zur Nitratrichtlinie und der massive Rückgang der Tier- und Pflanzenarten in Teilen des Landes hätten nach Auffassung der Ministerin deutlich gemacht, dass umweltpolitische Ziele nur durch agrarpolitische Maßnahmen umgesetzt werden können. Doch diese Leistungen sollten angemessen unterstützt werden.

Klimaschutz und Diversität seien unser aller Lebensgrundlage, sagte Hinz weiter. Landwirtschaftliche Betriebe sollten daher durch finanzielle Anreize motiviert werden sich an die neuen gesellschaftlichen Anforderungen an Natur-, Tier-, Gewässer- und Klimaschutz anzupassen. „In Zukunft muss sich die GAP daran messen lassen, dass sie die öffentlichen Mittel für Gemeinwohlleistungen der landwirtschaftlichen Betriebe einsetzt“, so die Ministerin.

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Willy Toft · 1.
    Was soll die Landwirtschaft noch alles leisten, und wo möglich, ohne ordentliche Ausgleichszahlungen?

    Wir sind gezwungen ständig alle Kosten im Auge zu behalten, damit wir überhaupt über die Runden kommen. Von der Politik, und speziell der grünen Politik, kommen stets die Forderungen, die Landwirtschaft extensiver zu betreiben. Nur, wo soll das Einkommen der Betriebe herkommen, der Handel gönnt uns knapp mal auskömmliche Preise, die Politik erhöht ständig die Vorgaben und Auflagen, und der Verbraucher möchte höhere Qualitäten zu möglichst niedrigen Preisen. In diesem Teufelskreis befindet sich der Landwirt von heute, und der muss auch noch mit dem Wetter klar kommen, was er zu 7 % mit beeinflusst hat! Mit welcher Berechtigung bleibt da der Anspruch in der Gesellschaft, der Landwirtschaft immer mehr aufzubürden?

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