EU-Kommission deckelt Pulver-Bestände

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Bild: Archiv

Im nächsten Jahr wird es in der EU keine Intervention von Magermilchpulver zum festen Preis geben. Die Mitgliedstaaten stimmten im Sonderausschuss Landwirtschaft einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission zu.
 
So sollen die hohen Lagerbestände von aktuell mehr als 380.000 t nicht noch weiter anwachsen. Ohne diese Entscheidung stünde ab März 2018 ein Einlagerungskontingent von 109.000 t zum festen Interventionspreis zur Verfügung, bei dem die EU-Kommission die Angebote nicht ablehnen kann.

Zwar dürfen die Molkereien weiterhin Magermilchpulver im Ausschreibungsverfahren andienen. Die Kommission kann diese Mengen aber ablehnen. Litauen, Lettland und Polen stimmten im Ausschuss gegen die Deckelung der Intervention, weil nach ihrer Ansicht die Milchpreise auch im kommenden Jahr unterstützt werden sollten. Ungarn enthielt sich der Stimme.

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Gerd Uken · 1.
    so sollen die hohen Pulversbestände nicht weiter wachsen

    Das ja irreführend, wenn die EU nichts mehr Aufkauft, dann löst sich das jetzt von selber auf? Anscheinend sind alle mit ihrem Latein am Ende. Wenn sie jetzt schon wissen das man fürs Pulver nichts mehr bekommen wird - da haben unsere Molkereien ja sicherlich genauso wie diejenigen die nach Export geschrieben haben , schon eine Lösung?!

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  2. von Wilhelm Schulte · 2.
    Der Strukturbruch wird folgen

    Da kommen einige Leute ihren Zielen näher 30000 Milchviehalter sind ja genug . Die abgebauten Kuhzahlen aus 15/16 sind durch Neubauten kompensiert. Hinzu kommen teure neue Auflagen . Die Betriebe werden mehr melken um die Liquidität zu sichern . Dann wird der Milchpreis im Herbst wohl wieder bei 20 Cent liegen. Das Rad dreht sich weiter im alten trott. Geändert hat sich für die Milchbauern nichts. Und die Politiker sowie der Bv haben die Taschen voll. Gesponssort von denen die auf Kosten der Bauern die Weltmärkte fluten und damit Gutes Geld verdienen.Der Rest ist für den Milchviehhalter ob es reicht oder nicht ist egal. Der Milchviehalter hat doch was, die Verantwortung für den Markt. Die wird zu 100% durchgereicht.

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  3. von Gerd Uken · 3.
    Das kann ja heiter werden

    Jetzt schon liegt der MMP Preis bei unter 1300,-€! Und die Alte Ware hat auch ein MHD -bislang hat man immer schön ausgetauscht

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