Größter Milchproduzent Russlands liefert über 1.000 Tonnen pro Tag

Stefan Dürr, Geschäftsführer der Ekosem-Agrar.
Bild: Werkbild

Die Ekosem-Agrar GmbH hat ihre Produktion im letzten Jahr um 65 % gesteigert und liefert damit jetzt über 1.000 t Milch pro Tag. Das Unternehmen ist eine deutsche Holdinggesellschaft der Ekoniva, eines der größten russischen Agrarunternehmen. 

Öffentliche Investitionszuschüsse, zinsvergünstigten Bankkredite und ein guter Milchpreis gaben den nötigen Rückenwind für diese Entwicklung, so Stefan Dürr, Hauptgesellschafter und Geschäftsführer der Ekosem-Agrar. „In 2018 wollen wir die Effizienz in der Milchproduktion weiter steigern und uns auf die Entwicklung unserer eigenen Milchverarbeitung fokussieren. Sollten die guten Rahmenbedingungen anhalten, werden wir weiter in neue Milchviehanlagen investieren“, sagt Dürr. Auch weitere Übernahmen seien nicht ausgeschlossen.

Mit einem Bestand von 91.500 Rindern, davon sind über 42.000 Milchkühe, ist die Ekosem-Agrar der größte Milchproduzent des Landes. Die Ekoniva Gruppe bewirtschaftet eine landwirtschaftliche Nutzfläche von rund 260.000 Hektar und zählt zu den größten Saatgutherstellern Russlands. Rund 5.000 Mitarbeitern arbeiten an acht Standorten in Russland für das Unternehmen. Der Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens Stefan Dürr ist seit Ende der 1980er Jahre in der russischen Landwirtschaft aktiv.

Mehr Infos: www.ekosem-agrar.de

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3 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Matthias Zahn · 1.
    Richtig Herr Lauer!

    Es geht nicht darum generell gegen Exporte zu sein. Aber wenn ein Absatzmarkt wegbricht, macht es keinen Sinn, die Produkte für diesen weiter zu produzieren und ein zu lagern. Wir brauchen mehr Flexibilität. Und ja, wenn die Nachfrage einbricht würde es durchaus Sinn machen Mitarbeiter (Kühe) raus zu hauen um den Markt zu entlasten. Es geht nicht um diese Strukturen, sondern um das Verhalten in Krisenzeiten. Oder wir machen weiter wie bisher von einer Krise zur nächsten. Mit weiteren Betriebsaufgaben die uns trotzdem nicht weiter bringen. Anscheindend verdienen die Milchbauern auch bei 25 ct immer noch genug, wenn ein anderes Marktverhalten weiterhin nicht als notwendig angesehen wird.

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  2. von Berthold Lauer · 2.

    Tolles Vorbild. Da haben wir ja noch mächtig Nachholbedarf. Wieviele Landtechnikhersteller gibt es noch?? Wer hat da wieviele Andere übernommen oder platt gemacht?? Produzieren die nicht auch für den Export??? Sind das nicht zum Teil marktbeherrschende,weltweit tätige Konzerne?? Werfen die nicht einfach die Mitarbeiter raus, wenn's mal kriselt???

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  3. von Matthias Zahn · 3.
    Russlandembargo

    Auch die Russen warten nicht auf europäische Milch..... so schnell kann sich das Blatt im Export wenden, und wohin dann mit der dafür vorgesehenen Milch? Verbilligt in den EU Markt drücken und damit wie 2016 das Desaster noch verschlimmern. Es braucht Möglichkeiten die Produktion der Nachfrage anzupassen! Andere Branchen machen es uns vor! Unser Beispiel muss die Landtechnikindustrie sein! Produktion auf Bestellung und Einschränkung der Produktion bei verringerter Nachfrage.

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