Kommentar zur neuen IT: "Weiter gutes Geld für gute Arbeit!"

Marcus Arden Marcus Arden
Bild: Heil

Ein Standpunkt von Marcus Arden, top agrar:

Kritik kann man an der Initiative Tierwohl sicherlich viel äußern. So wird zum Beispiel immer deutlicher, dass auf den Fleischverpackungen Aufkleber fehlen, die dem Kunden erklären, dass es sich um Fleisch aus der Initiative Tierwohl handelt (Nämlichkeit).

Dennoch muss man den Machern eines lassen: Während andere Label wie das des Deutschen Tierschutzbundes dauerhaft in der Nische verharren, hat es die Initiative innerhalb von nur zweieinhalb Jahren geschafft, dass über 14 Mio. Schweine in den Genuss von mehr Platz, zusätzlichem Beschäftigungsmaterial, Raufutter u. Ä. gekommen sind.

Für diesen gigantischen Erfolg haben sich die Landwirte mächtig ins Zeug gelegt. Es gab sogar deutlich mehr Anmeldungen als gedacht. Zudem sind die Betriebe finanziell in Vorleistung gegangen. Das ihnen die Kosten vollständig erstattet werden, sollte selbstverständlich sein.

Mit dem jetzt vorgelegten Finanzierungskonzept und dem rigorosen Abschmelzen der Boni droht die Initiative Tierwohl leider viel Vertrauen zu verspielen. Sie riskiert, dass viele Veredler in der zweiten Programmrunde aussteigen und interessierte Neueinsteiger erst gar nicht antreten. Das wäre schade. Die Marschrichtung kann deshalb nur lauten: Weiterhin gutes Geld für gute Arbeit und ein gerechter Ausgleich für den Mehraufwand!

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Leserkommentare Kommentieren

  1. von Diedrich Stroman · 1.
    Marschrichtung Boni runter

    Bauern gehen in Vorleistung getrieben von der ach so besorchten öffentlichen Meinung, Paradebeispiel Milchprodukte ohne Genverändertes Futter und wenn's an die Kasse geht, zahlt den vollen Preis nicht der der ach so besorgte Verbraucher, wird uns jeden Tag auf's neue von den Medien und Politikern als Evangelium vorgepredigt, nein wenn man das Bäuerlein da hingeführt hat sahnen andere ab, und wir Bauern sind wieder die Dummen im Hamsterrad und machen noch einen Diener vor diesen Politikern und Strategen. Seit einer Woche sind wir Bauern auch die schuldigen an der steigenden Inflationsrate, soll noch einer sagen, der Verbraucher müßte bereit sein mehr zu zahlen für unsere guten Rohstoffe! Das was bei uns im Moment im Portemonnaie ankommt, ist mehr als dürftig! QS bei der Einführung versprach auch einen höhern Erlös und dann kam es so, wer es nicht macht wird auf jeden Fall finanziell abgestraft, und so geht's in dieser Republik mit uns Bauern!!!

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