Räpple: „Der Milchmarkt muss sich selbst regulieren!“

Raepple Werner Räpple plädiert für eine Branchenorganisation Milch.
Bild: Dorsch

Geht es nach dem badischen Bauernpräsidenten, sollten Politiker die Finger vom Markt lassen.

Klare Kante zeigt Werner Räpple, Präsident des Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverbandes (BLHV), im großen Südplus-Interview: Den Milchmarkt müssen die Marktpartner künftig selbst regulieren, ist er überzeugt. Der Gedanke an eine Branchenorganisation Milch sei da „nicht verwerflich“. Sie könne die Erzeuger gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel stärken. Politische Maßnahmen seien hingegen „zur Marktregulierung nicht geeignet“, wie die Vergangenheit gezeigt habe.

Harte Einschnitte bei Ausgleichszulage

Derzeit grenzt die EU die benachteiligten Gebiete neu ab. Für die BLHV-Mitglieder bedeutet das Einschnitte von 1125 bis 1800 € pro Betrieb bei der Ausgleichszulage, rechnet Räpple im Interview vor. Für manche entfalle die Zulage künftig ganz. Immerhin habe der BLHV erreichen können, dass die Änderungen erst 2019 in Kraft treten. Zudem hofft Räpple noch auf eine Lösung für Betriebe in Hangfußlagen.

In der druckfrischen Südplus 1/2018 (top agrar-Spezial für Bayern und Baden-Württemberg) erklärt Räpple zudem, was er von Landwirtschaftsminister Hauk (CDU) hält, welche Zukunft er für Anbindehalter vorhersagt und wie sich Waldbesitzer gegenüber der starken Sägeindustrie besser positionieren können.

>> Noch kein Abonnent? Hier geht's zu zwei kostenlosen Probeausgaben... <<

>> Hier geht's direkt zum Download des Interviews (PDF)... <<

Text: Lena Bauer

Mehr zum Thema:

6 Leserkommentare Kommentieren

  1. von Otto Klapfenberger · 1.
    Wie genau soll das aussehen Herr Räpple?

    In der Rohstofferzeugung der "freien" Wirtschaft gibt es rigorose Preiskämpfe bis nur noch ein paar riesige Konzerne übrig bleiben, die dann die Preise "absprechen" können (Kartelle). Oder es werden weltweit akzeptierte Kartelle gebildet (z.B. Opec)...

    Das meinen unsere Leser:
  2. von Steffen Hinrichs · 2.
    Wo bleibt dann die Branchenorgination

    Gerade der politische Eingriff mit dem Milchreduzierungsprogramm hat uns doch aus der Krise geholt und weil es zu spät kam wieder hunderte von Betriebsaufgaben gekostet

    Das meinen unsere Leser:
  3. von Gerd Schuette · 3.

    Wessen Interessen vertritt Herr Räpple eigentlich? Und stehen diese Aussagen nicht im Widerspruch zu den Zielen des BLHV? Wer fördert dies durch Beitragszahlung?

    Das meinen unsere Leser:
  4. von Matthias Fink · 4.

    Ich habe diese Woche 10% meiner Kühe zum schlachten gegeben! Was macht ihr? Ihr redet nur immer und wisst alles besser!! Handelt doch gebt eure überbelegung im Stall zum schlachten und wir bekommen mit Sicherheit keine 25 ct nur wir müssen jetzt was tun nicht wenn der Preis unten ist! Wir Bauern jammern nur !! Vielleicht sollten wir mal das was wir selber regeln können auch machen!! Zählt eure liegeboxen danach eure Kühe ganz einfach!!

    Das meinen unsere Leser:
  5. von Gerd Uken · 5.
    Na denn wird’s

    Auch keine Exporterstattungen mehr für die Molkereien geben Herr Räpple. Besagter Zuckermarkt wird sich auch selbst regulieren in dem immer mehr produziert wird und dann Bioethanol produziert wird. Traumtänzer mehr kann man dazu nicht sagen- gilt auch für die BOM!

    Das meinen unsere Leser:
  6. von Rudolf Rößle · 6.
    Zuckermarkt

    hat sich auch selbst reguliert. --> Preisabsturz.

    Das meinen unsere Leser:
Ihre Meinung

Zum Schreiben eines Kommentars loggen Sie sich bitte ein!

Sie sind neu hier?

Als Abonnent kostenlos registrieren