Expertengremium

BÖLW-Vorsitzender Löwenstein in nationalen Bioökonomierat berufen

Als Mitglied im Bioökonomierat will Dr. Felix Prinz zu Löwenstein auf eine echte und nachhaltige bioökonomische Transformation der Landwirtschaft hinwirken.

Der Vorsitzende vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, ist in den nationalen Bioökonomierat berufen worden, der als unabhängiges Gremium die Bundesregierung in Fragen rund um eine biobasierte Wirtschaft berät.

Wie Löwenstein mitteilt, will er als Ratsmitglied den „Blick auf ein kohärentes Ganzes“ richten. Eine Bioökonomiepolitik, die nicht in allen Feldern von der Agrarpolitik bis zur Züchtungsforschung korrespondiere, konterkariere im schlimmsten Fall eine wirklich tragfähige Transformation.

Die Bioökonomiestrategie tauge nur dann etwas, wenn sie dazu beitrage, die Wirtschaft entlang der Klima- und Nachhaltigkeitsziele und im Geist des europäischen Green Deal auszurichten. „Der Schlüssel für eine echte und nachhaltige bioökonomische Transformation liegt darin, Bioökonomie viel ganzheitlicher anzulegen als die Regierenden es derzeit tun“, betonte der BÖLW-Vorsitzende.

Eine wichtige Grundlage für den Umbau zu einem nachhaltigen System sei dabei, dass die Bioökonomiepolitik ein viel breiteres Verständnis von Innovation entwickle, als dies überwiegend nur auf Technologien oder biotechnologische Verfahren einzuengen.

Nachhaltigkeitsziele seien nur dann zu erreichen, wenn auch die sozioökonomischen und ökologischen Dimensionen von Innovation gleichgewichtig zur ökonomischen mitgedacht würden. Es müsse also zunächst definiert werden, was überhaupt als Bioökonomie in Politik und Forschungsförderung bezeichnet und unterstützt werde.


Diskussionen zum Artikel

von Andreas Gerner

Gerade ihm fehlt der Blick für´s ganze.

Extensivierung ist die heilige Kuh. Die Effekte (z.B. Beikräuter) sind schön plakativ vorzeigbar. Aber das ist nicht mal die halbe Wahrheit. Betrachtet man die Folgen, offenbart sich die große Schwäche von Bio: Bei konstantem Bedarf ist weniger Ernten ZWANGSLÄUFIG damit verbunden, ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

Sozioökonomie

das Wort findet in der Landwirtschaft kaum Beachtung. Dort wo wir direkt mit dem Kunden in Berührung kommen ist Fairness möglich. Ein schönes Wort wäre auch Kulturnahrung oder ganzheitliches Ernährungsbewusstsein, was auch die Abfallwirtschaft mit einschließt.

von Gerhard Steffek

Wenn es nicht schon längst bergab ginge -

dann wäre das der Anfang vom Ende. So aber ist das nur eine Verstärkung der Entwicklung. Sicherlich hat er Recht, wenn er sagt wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz und Blick auf die Sache. Aber wenn er es ernst meinen würde, dann müßte er auch zugeben, daß Bio, so wie es jetzt ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

Bioökonomierat???

Klingt gut, aber brauchen wir das?????

von Wilhelm Grimm

Wer "IN" ist und dem Zeitgeist hörig ist,

wird in den erlauchten Kreis der "Wissenschaftlichen Beiräte", von denen es eine große Anzahl gibt. berufen. In einem Beirat der Regierung zählt die Mehrheit der Stimmen .Abweichende Meinungen in dieser ausgewählten Elite kommen nicht zum Tragen. So können die Minister ihre ... mehr anzeigen

von Erwin Schmidbauer

Biolandbau selbst bedarf der Verbesserung!

Wie ich bereits hier geschrieben habe: https://www.topagrar.com/schwein/news/penny-s-wahre-preise-wir-wollen-den-verbraucher-wachruetteln-12398273.html! Wenn ich diese Studie von Penny als richtig ansehe, also davon ausgehe, dass sie weitgehend den Tatsachen entspricht (ich bin mir ... mehr anzeigen

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