Ernährung

Berlin startet Kantinenoffensive für regionales und bio Essen

Der Berliner Senat will mehr saisonales, regionales und biologisches Essen auf die Teller bringen. Dafür startet er ein Modellprojekt, welches auch den regionalen Anbau stärken soll.

Mit dem Modellprojekt „Kantine Zukunft Berlin“ sollen alle öffentlichen Kantinen des Landes, etwa in Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Museen erreicht werden. Vorbild für das Vorhaben ist das Kopenhagener „House of Food“. „Wir wollen mehr saisonales, regionales und biologisches Essen auf die Teller der Berlinerinnen und Berliner bringen“, sagte Berlins Verbraucherschutzsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Montag zum Start des Projektes.

Die Kantine Zukunft Berlin startet im Oktober und bezieht Räumlichkeiten im Haus der Statistik am Alexanderplatz. Betreiber ist der Projektträger Speiseräume Lab Forschungs- und Beratungsgesellschaft mbH. Aus dem Haushalt des Berliner Senats gibt es dafür für dieses Jahr 350.000 € und für kommendes Jahr 1,2 Mio. €.

Das Projekt setzt vor allem auf Vernetzung. Es soll Köchinnen und Köche motivieren und begeistern, wieder selbst zu kochen und dafür saisonale Zutaten aus der Region einzusetzen. “In den Kantinen der Stadt sollen keine Tüten mit Fertigprodukte mehr aufgeschnitten und erwärmt werden. Stattdessen wünsche ich mir mehr regionale Produkte, die frisch zubereitet werden“, sagte Behrendt. In den kommenden Wochen und Monaten will der Projektträger mit Modellprojekten und entsprechenden Schulungen und Beratungen beginnen. Wichtig sei es, die Berliner Gemeinschaftsgastronomie untereinander zu vernetzen und regionale Wertschöpfungsketten zu initiieren. „Bio-Lebensmittel werden zum entscheidenden Hebel für die bessere Qualität der eingesetzten Lebensmittel, für die Förderung der Ernährungswirtschaft in der Region und um das Esserlebnis der Berliner zu steigern“, sagte der Geschäftsführer des Speiseräume Lab, Philipp Stierand.

Die Kantine Zukunft Berlin ist ein zentrales Element der Berliner Ernährungsstrategie, die noch nicht ganz fertig ist. Ziel sei ein Bio-Anteil von 50 Prozent in der Berliner Gemeinschaftsverpflegung binnen zehn Jahren, hieß es.

Meldung verpasst? Wir verhindern, dass Sie nicht mitreden können. Tragen Sie sich jetzt für unseren Newsletter ein und wir benachrichtigen Sie über alle wichtigen Ereignisse rund um die Landwirtschaft.

Artikel geschrieben von

Stefanie Awater-Esper

Korrespondentin Berlin

Schreiben Sie Stefanie Awater-Esper eine Nachricht


Diskussionen zum Artikel

Kommentar schreiben

von Christian Bothe

Bio-Essen

Weil Berlin ja so einen soliden Haushalt hat...Auf so einen volkswirtschaftlichen und fachlichen Unsinn können nur die Grünen kommen.Gott bewahre uns vor diesen Phantasten in einer neuen Bundesregierung.

von Ernst Storm

kantinenessen

wieso hat bio eine bessere Qualität? deutsche Nahrungsmittel sind weltspitze konventionell wie bio!! ernst Storm

von Josef Doll

Regional ??

In Umkreis von 50 Km des jeweiligen Standort der Kantine. Oder sind es gar 1000 km ??? Ist es Demeter , Bioland oder "nur" Eu-bio ?? Und wieviel ist das Essen "BIO" der öffentlichen Hand MEHR wert . Am besten in in Prozent ausgedrückt ??------ Damit sich der Politiker und Wähler die Kosten der >>NEUEN LANDWIRTSCHAFT << der Linken und Grünen auch vorstellen kann !!

von Gerhard Steffek

Biologisches Essen?

Was für ein Essen ist denn nicht "Biologisch". Allein schon mit dieser Aussage wird doch deutlich wie Ideologisch, um nicht zu sagen Idiotisch, diese ganze Sache gesehen wird.

von Matthias Everinghoff

Unfassbar!

Berlin bestimmt und der Rest der Republik bezahlt über den Länderfinanzausgleich.

Diskutieren Sie mit

Tragen Sie mit Ihrem Beitrag zur Meinungsbildung zu diesem Artikel bei.

Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen