Biofach/BÖLW

Biobetriebe: Anteil steigt auf 13,3 %

Anlässlich der heute eröffneten eBiofach hat der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. die neusten Zahlen zum Ökomarkt veröffentlicht. Wir sprachen mit Geschäftsführer Peter Röhrig.

Auch 2020 haben viele Höfe und Lebensmittelunternehmen auf Bio umgestellt. Mehr Kunden als je zuvor füllten ihre Einkaufstaschen mit mehr Bio-Lebensmitteln. Corona verstärkte den Wunsch nach gesundem, umweltschonend produziertem Essen noch einmal deutlich. Das teilte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) am Mittwoch zur digitalen Messe Biofach mit.

35.413 Höfe in Deutschland bewirtschafteten im Jahr 2020 1.698.764 ha Fläche ökologisch, insgesamt 10,2 % aller Landwirtschaftsflächen sind damit Bio. Das Flächenplus von 5,3 % sorgte für zusätzliche 84.930 Bio-Hektar. Über 8.000 Betriebe entschieden sich in den vergangenen 5 Jahren für Öko-Landwirtschaft. Hierüber sprachen wir mit BÖLW-Geschäftsführer Peter Röhrig.

Rund 13,3 % aller Betriebe wirtschaften nun deutschlandweit ökologisch. Im Jahr 2020 kamen noch einmal gut 1.300 Betriebe dazu. Gibt es hier regionale Schwerpunkte?

Röhrig: Mehr als jeder 7. Hof setzt nutzt die Chancen die Bio bietet. Wir sehen noch nicht genau, wo mehr oder wo weniger Betriebe neu umgestellt haben 2020. Wir wissen aber, dass die absolute Zahl sehr unterschiedlich ist. So sind des in Niedersachsen unter 3 % der Fläche während in Mecklenburg-Vorpommern ein Viertel aller Betriebe ökologisch wirtschaften.

Klar ist, dass es einiges braucht für eine positive, transformative Entwicklung. Von Ausbildung und Bratung, bis hin zu Verarbeitern die mit den Bio-Waren umgehen können. Aber auch ein guter Förderahmen, der Betriebe dabei unterstützt, umzustellen. Positiv wirken Bio-Aktionspläne der Länder, die mit einem Bündel an Maßnahmen die Umstellung unterstützen.

2019 wirtschafteten 46 % der Betriebe nach Verbandsrichtlinien, 2020 rund 48 %. Sehen Sie eine nachhaltige Bewegung zum Verbandsbio?

Röhrig: Ja, viele Bauern setzen auf einen Bio-Verband. Die Betriebe nutzen deren Stärke in Beratung, Vermarktung und politischer Vertretung. Die Kunden kennen die Marken der Verbände und wissen, dass dort eine noch höhere Qualität drinsteckt und greifen so auch häufig zu Verbandsware. Wir sehen die Verbände gut aufgestellt für weitere Entwicklung des Bio-Marktes.

Die von der EU (Farm to Fork) angestrebten 25 % Ökolandbau in 2030 würden 4,15 Mio ha Bio-Fläche in Deutschland...


Diskussionen zum Artikel

von Guido Müller

Bio?

Nehmen wir doch mal das hoch gelobte Bio-Insektizid NeemAzal und schauen unter https://www.nufarm-produktprogramm.at/PP-Daten/neemazal-ts/index.html nach. Das Mittel ist als "Nicht bienengefährlich" eingestuft. Vergleichen dann: ... mehr anzeigen

von Fritz Gruber

Bei uns Bio

In Verbindung mit mercosur das ist es es was von Politik und Wirtschaft in Deutschland angestrebt wird dafür geht man über Leichen

von Fritz Gruber

Bei uns Bio

In Verbindung mit mercosur das ist es es von Politik und Wirtschaft in Deutschland angestrebt wird dafür geht man über Leichen

von Rudolf Rößle

York University

Wissenschaftler haben festgestellt, dass Herbizide Bodenbakterien verändern sollen und diese dann dazu führen, dass die Antibiotikawirkung abnimmt. O-Ton heute Morgen öffentliches Radio.

von Andreas Gerner

Sollte kein Problem sein,

weil Bodenbakterien nicht bekämpft werden müssen, also für diese Indikation keine Antibiotika gebraucht werden.

von Andreas Gerner

Ein Loblied auf Bio.

Keine Aussage dazu, dass es mit dem Striegel den Bodenbrütern an den Kragen geht. Oder dass die miese Flächeneffizienz bei konstantem Bedarf zwangsläufig zu Regenwaldbrandrodung führt. Egal. Hauptsache es zahlen möglichst viele Mitglieder in Herrn Röhrigs Verband ein. Gewissenlos.

von Andreas Gerner

Wenn jemand schon bei einfach nachprüfbare Dingen lügt...

13,3% sind nicht mehr als jeder 7. Hof, sondern weniger.

von Wilhelm Grimm

Wieviel Fläche mag das anteilig sein?

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