top agrar plus Bioland-Geflügeltagung

Kann Biofutter bio bleiben?

Seit Januar müssen Biotiere mit 100 % Biofutter gefüttert werden – eigentlich. Der Ukraine-Krieg hat jedoch Auswirkungen auf die Rohstoffversorgung. Konventionelle Substanzen kommen wiedern ins Spiel.

Im Rahmen der online durchgeführten Bioland-Geflügeltagung erläuterte Rudolf Joost-Meyer zu Bakum, dass die Umstellung auf 100 % Biofutter (bislang waren noch 5 % konventionelle Komponenten erlaubt) in der Legehennenhaltung relativ unproblematisch verlaufen sei. Nur bei bestimmten Stallbauten und wenn, dann eher bei braunen Hennen, sei es zu Leistungseinbußen gekommen. Erschwert sei vielmehr die Versorgung mit Rohstoffen, sie steht auf wackeligen Füßen.

Deutsche Sonnenblumen?

Wie der Futtermittelhersteller aus Melle erläuterte, fehlt durch Corona Sojakuchen aus China, was die Kosten für Verbands-Soja von 90 auf 140 €/dt steigen ließ. Der Kriegsbeginn in der Ukraine habe insbesondere die konventionellen, damit aber letztendlich auch die Biopreise weiter in die Höhe getrieben. „Schon jetzt haben wir eine Kostenerhöhung von insgesamt 3 Cent/Ei seit Jahresbeginn“, so Joost-Meyer zu Bakum.

Die Preise für Ölkuchen seien seit Kriegsbeginn im März um 100 bis 300 €/t angestiegen. EU-weit fehlen 50% des Sonnenblumenkuchens und 30% des Rapskuchens aus der Ukraine und Russland. Weil Soja noch aus Deutschland (10%), Südosteuropa (50%), Südbrasilien und Uruguay (10%) verfügbar ist, rechnet Joost-Meyer zu Bakum vor allem in der nächsten Saison mit deutlich knapperem Angebot. Immerhin kommen bislang 30% des Sojas und 40% des Raps- und Sonnenblumenkuchens aus der Ukraine.

Die in Deutschland angebauten Sonnenblumen können laut des Futterexperten qualitativ bei Geflügel nicht punkten: Sie enthalten mit über 30% sehr...

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