Aktuelles Interview

Getreide, Ölsaaten und Körnerleguminosen: Sehr gute Vorzeichen für Bioanbauer

Im Vergleich zu den Vorjahren könnte 2021 das Angebot für die meisten Biomarktfrüchte knapp werden, meint Andreas Hopf im Südplus-Interview.

In den letzten Jahren ist das ­Angebot an Biomarktfrüchten so stark gewachsen, dass es zu Preiseinbrüchen kam. Traf das für alle Kulturen zu?

Andreas Hopf: Nein. Im Bereich der Druschfrüchte hatten wir durch den Umstellungsboom in den Jahren 2017 bis 2019 bei einzelnen Fruchtarten tatsächlich ein Überangebot von Umstellungsware, vor allem beim Futtergetreide, was zu einem drastischen Preiseinbruch führte. Gleichzeitig gab es für Körnerleguminosen und Sojabohnen aus der Umstellung annähernd die gleichen Erzeugerpreise wie vor dieser Welle. Im anerkannten Speisebereich hat sich die Umstellungswelle preislich kaum ausgewirkt – im Gegenteil: Erst durch die Welle konnte die stark gewachsene Nachfrage wieder aus...

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Wie schon nach den Milchstreiks 2008 werden auch die aktuellen Preiserhöhungen des LEH bald verpuffen, sagen Prof. Spiller und Dr. Busch mit Verweis auf den Weltmarkt und die Austauschbarkeit.

Auf dem Biomarkt muss zuerst die Frage nach den Abnehmern geklärt sein, dann würden auch mehr konventionelle Bauern umstellen. Sie sind es gewohnt, Ware abzuliefern und nicht selbst zu vermarkten.

Laut BÖLW würde der vorliegendes Entwurf des Ökolandbaugesetzes die Brache ausbremsen. Ziele für den Ökolandbau seien nur mit soliden gesetzlichen Grundlagen zu erreichen.