Nachhaltig Wirtschaften

Wer arbeitet nachhaltiger? Der Konvi oder der Öko? Plus

Ein Forscherteam unter Leitung der TU München hat analysiert, ob ein konventionell oder ein ökologisch wirtschaftender Betrieb nachhaltiger arbeitet. Was sind die Vorteile für den Ökolandbau?

Wie effizient setzen landwirtschaftliche Betriebe ihre Betriebsmittel ein? Wie unterscheiden sich konventionelle und ökologische Betriebe bei Energieeinsatz, Nährstoffbilanz und Treibhausgasausstoß? Welchen Einfluss haben Fruchtfolge, Tierhaltung oder Zwischenfruchtanbau auf die Bodenfruchtbarkeit und andere Kennzahlen zur Nachhaltigkeit? Bisher gab es zu diesen und anderen Fragen zur Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Erzeugung kaum belastbare Daten aus landwirtschaftlichen Betrieben.

Deshalb gründeten der Lehrstuhl für Ökologischen Landbau und Pflanzenbausysteme der Technischen Universität München, das Thünen-Institut für Ökolandbau und das Ingenieurbüro für Ökologie und Landwirtschaft ein Netzwerk von Pilotbetrieben. Dort erhoben die Wissenschaftler erstmals auf betrieblicher Ebene konkrete Daten, die Aussagen über die Nachhaltigkeit eines Betriebs erlauben.

Der Projektansatz

Das Netzwerk setzt sich zusammen aus bundesweit 80 Betrieben, von denen jeweils 40 konventionell und 40 ökologisch arbeiten. Davon sind wiederum je die Hälfte Milchvieh- und Marktfruchtbetriebe. Die Wissenschaftler ermittelten auf jedem Betrieb den Energieeinsatz durch Betriebsmittel wie Pflanzenschutzmittel, Dünger und Treibstoff. Zudem erstellten sie Stickstoff-, Humus-, Kohlenstoff-, Energie- und Treibhausgas-Bilanzen anhand der Fruchtfolgen, Zwischenfrüchte und eingesetzten Wirtschaftsdünger.

{{::textbox::standard::Die 80 Pilotbetriebe waren über ganz Deutschland verteilt – mit Schwer-punkten in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Ostdeutschland. Die Betriebe wurden so ausgewählt, dass jeweils ein nahe beieinander liegender konventionell und ökologisch wirtschaftender Betrieb ein Betriebs paar mit ähnlichen Standortvoraussetzungen bildeten. Auf den Betrie-ben wurden über zehn Jahre Energieeinsatz, Nährstoff- und Humusbilanz...


Diskussionen zum Artikel

von Rainer Maurer

Diese Ergebnisse widersprechen völlig der internationalen Fachliteratur

Die Aussage "Bisher gab es zu diesen und anderen Fragen zur Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Erzeugung kaum belastbare Daten aus landwirtschaftlichen Betrieben" ist unsinnig. Es gibt seit Jahrzehnten eine ausgeprägte Debatte in der Fachliteratur, die allerdings zu anderen ... mehr anzeigen

von Andreas Christ

wieder was gelernt

es macht kaum noch spass in Fachzeitschriften zu lesen. über die Jahre widerlegt sich vieles selber. es kommt mir das meiste nur manipulativ vor.

von Gerhard Steffek

Trau keiner Statistik -

die du nicht selber gefälscht hast. Das Ergebnis bei diesen Auftraggebern mußte ja so rauskommen. Komischerweise widersprechen aber gerade die Erfahrungen der Praktiker, aber auch rein profane Überlegungen zu diesem Thema diesen Erkenntnissen. // Das bay. Landesamt für Landwirtschaft ... mehr anzeigen

von Christian Bothe

Ökolandbau in der BRD

Herrn Beckhoff empfehle ich einfach mal das Pamphlet "Wie nachhaltig ist der Ökolandbau-wie viel davon braucht Deutschland?"von den Herren Breitschuh und Krause.Der Vortrag wurde am 20.01.19 in Bernburg gehalten und ist nachzulesen auf agrarfakten.de.Eine sehr interessante Aufrechnung zu ... mehr anzeigen

von Rudolf Rößle

2 Faktoren

sind wichtig. Wie schaffe ich es eine hohe Nutzungskapazität für Wasser zu erreichen und wie bepflanze und bearbeite ich den Acker um Nährstoffe über das Wasser den Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Der Humusanteil und die erreichte Bodenqualität sind dort sicher ein entscheidender Faktor

von Guido Steger

Mit dem Rücken an der Wand

Beide Systeme haben versagt , entweder man passt den Betrieb den Klimawandel an, oder man fährt den Boden und Betrieb an die Wand .

von Georg Summerer

Falsche Aufgabenstellung?

Während ich den niedrigeren Co2 Ausstoss so gerade noch glauben kann meine ich dass die Aufgabenstellung falsch ist. Was hilft mir ein niedriger Co2 Ausstoss auf der berechneten Fläche wenn ich dann irgendwo anders den Urwald roden muss um alle Mäuler satt zu bekommen. Das ist doch die ... mehr anzeigen

von Josef Doll

Wie wird den eigendlich

Co2 im Boden gebunden ?? Ich habe es so gelernt das Biomasse nicht abgebaut sondern als Humus im Boden verbleibt. Wie geht das wieder mit der Mineralisierung ?? Bakterien bauen Humus zu Nährstoffe um den die Pflanzen dann aufnehmen können. Und jetzt der Zaubertrick . Während die ... mehr anzeigen

von Reinhard Matzat

Nachdem ich gelesen habe wer das ganze bazahlt hat,

wusste ich welches Ergeniss es zu geben hat.

von Heinrich Albo

Nachhaltigkeit kann man nur Global betrachten!

Die steigende Weltbevölkerung kann nur die konventionelle Landwirtschaft ernähren. Ansonsten fehlt schlicht und einfach die Menge.!!!

von Detlef Straßenburg

Am Anfang war die Ideologi...

... das ausgegebene Ziel der Studie wurde erreicht. Alle Landwirte stellen ihre Betriebe auf "Bio" um. Dann müssen die Gutmenschen, in der Regel Grünwähler, " biologisch" erzeugte Lebensmittel kaufen und essen. Denn bisher, wie belegt ist, entspricht das Kaufverhalten nicht annähernd ... mehr anzeigen

von Oswald Steinle

Wenn ökologisch bewirtschaftete Betriebe wirklich so gut sein sollen

Warum stellen die Bauern dann nicht um auf ökologische Bewirtschaftung Frage ich mich ? Die Zeit in denen ich solchen Studien blind vertraut habe sind längst vorbei...

von Jörg Meyer

nutz der Gesellschaft Drittmittelabhängige Wissenschaft?

Wir müssen wieder zurück zur freien Wissenschaft. Eine Professur muss ordentlich finaziert werden und nur die Besten dürfen solch eine Position bekommen! Dann muss auch die anmzahl,der Promotionen geringer werden mit deutlich höheren wissenschaftlichen Anspruch. Es darf nicht sein ... mehr anzeigen

von Erwin Schmidbauer

Nicht so ganz klar

50 % weniger Emissionen pro Fläche, aber 35 % bessere Energieeffizienz erscheinen mir zumindest im Ackerbau sehr schleierhaft, weil der Ertrag meist nur etwa halb so groß ist. Mag sein, dass die Viehwirtschaft hier gewisse Verbesserungen in der Effizienz bietet. Aber das wäre zumindest ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Mir fehlt die Aussage; wie viel Treibhausgase auf das erzeugte Produkt anfallen!

Das auf den ha weniger THG anfallen, lässt sich noch nachvollziehen, aber am fertigen Produkt wird verschwiegen! Bei der Humusbilanz kann ich es nicht ganz nachvollziehen, entweder sind die Betriebe von der Viehausstattung, oder vom Ackerbauanteil nicht wirklich vergleichbar! Auf unserem ... mehr anzeigen

von Harald Finzel

"Finanziert wurde die Studie über das Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (BÖLN)."

Sollte man sich da noch wundern, dass keine konkreten Vergleichszahlen zu den Hektarerträgen genannt werden?

von Matthias Zahn

Das Management entscheidet!

Egal ob Bio oder Konvi, am Ende entscheidet das Können des Betriebsleiters über die Effizienz im Betrieb.....

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