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Mariä Lichtmess: Weihnachtszeit ade!

Spätestens am 2. Februar werden die Tannenbäume aus den Stuben geräumt. Der christliche Feiertag "Mariä Lichtmess" war früher traditionell das Ende der Weihnachtszeit - und ein Neubeginn.

Lesezeit: 3 Minuten

An Mariä Lichtmess geht nach 40 Tagen die Weihnachtszeit offiziell zu Ende. Die letzten Krippen werden abgebaut, noch verbliebene Christbäume aus Kirchen und Häusern geräumt. Der 2. Februar setzt außerdem den Schlusspunkt der dunklen Zeit, die mit Allerseelen beginnt. Traditionell werden zu Mariä Lichtmess daher auch alle Kerzen für den Haus- und Kirchenjahresbedarf geweiht, von den schwarzen Wetter- bis zu den gelben Rosenkranzkerzen.

Bis vor gar nicht langer Zeit galt der 2. Februar als Ende der Weihnachtszeit (und Start des Bauernjahrs). Mittlerweile ist jedoch der Dreikönigstag am 6. Januar für viele Gläubige der Stichtag, um die Weihnachtsbäume und Krippen wegzuräumen. Auch wenn das Kirchenfest Maria Lichtmess aus dem Alltag fast verschwunden ist, spielt er in einigen Regionen weiterhin eine wichtige Rolle. Hier ist es üblich, den weihnachtlichen Schmuck bis zum 2. Februar in den kirchlichen Räumen zu lassen.

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Ursprung von Mariä Lichtmess

Mariä Lichtmess erinnert an den Besuch Marias mit dem Jesusknaben im Tempel in Jerusalem. Nach jüdischem Glauben galt die Frau nach der Geburt eines Knaben vierzig Tage und nach der Geburt eines Mädchens achtzig Tage als unrein. Daher stammt auch der ursprüngliche Name des Kirchenfestes "Mariä Reinigung". Als Reinigungsopfer mussten dem Priester ein Schaf und eine Taube übergeben werden. Im vierten Jahrhundert entstand Mariä Lichtmess als Nebenfest der Geburt Christi. Im fünften Jahrhundert wurde es durch den Brauch der Lichterprozession, aus der die Kerzenweihe hervorging, angereichert.

Das bäuerliche Neujahr beginnt

Mit Mariä Lichtmess begann früher auch das bäuerliche Neujahr. Mit dem Längerwerden der Tage konnte man wieder andere Arbeiten verrichten. Sehnsüchtig erwarteten die Menschen auf dem Land das Ende der Winterzeit und die Rückkehr des Tageslichts. Besonders für Knechte und Mägde war der 2. Februar von großer Bedeutung: An diesem Tag endete das Dienstbotenjahr und der Rest des Jahreslohns wurde ausbezahlt. Zudem konnte – oder besser musste – sich die bäuerliche Dienerschaft eine neue Dienststelle suchen oder den Arbeitsvertrag beim alten Dienstherrn um ein weiteres Jahr verlängern.

Noch heute werden an Mariä Lichtmess in vielen katholischen Kirchen und Haushalten die Kerzen für das beginnende Bauernjahr geweiht. Den gesegneten Kerzen schreibt man eine hohe Schutzkraft vor drohendem Unheil zu. Auch im ländlichen Brauchtum haben Kerzen am 2. Februar eine große Bedeutung. So sollen sie zum einen die hellere Jahreszeit einläuten und zum anderen böse Kräfte abwehren.

Bauernregeln zum 2. Februar

Zu Lichtmess gibt es viele Bauernregeln. Knapp zusammengefasst besagen diese: Ist es um den 2. Februar herum mild und sonnig, steht noch eine Kälteperiode bevor. Ist es am 2. Februar nass und kalt, sollen Frühjahr und Sommer schön werden. „Wenn’s an Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit. Ist es aber klar und hell, kommt der Lenz noch nicht so schnell.“

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