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Weltfrauentag

Weltfrauentag: Positive Stimmen der Agrarbranche für die Leistungen der Bäuerinnen

Bäuerliche Organisationen und Interessenvertretungen machen zum Weltfrauentag auf die Leistungen der Bäuerinnen aufmerksam.

Lesezeit: 4 Minuten

Anlässlich des Weltfrauentages am 8. März machen bäuerliche Interessenvertretungen und Organisationen auf die Leistungen der Bäuerinnen für die heimische Landwirtschaft und den ländlichen Raum aufmerksam. "Der Weg zu einem gleichberechtigten Rollenverständnis in der Land- und Forstwirtschaft und im ländlichen Raum ist für Frauen herausfordernd. Daher ist es immens wichtig, dass die Bäuerinnen ihre Kompetenzen und Leistungen deutlich sichtbar machen und ins betriebliche und öffentliche Bewusstsein rücken", erklärt Landwirtschaftskammer (LK) Steiermark-Vizepräsidentin Maria Pein.

Die "sehr gut ausgebildeten" Jungbäuerinnen und Forstwirtinnen seien auf dem richtigen Weg, gleichberechtigte Positionen im Dialog mit den Männern auszuverhandeln. "Indem die Frauen traditionelle Rollenstereotype mit Mut aufbrechen und entschlossen abschütteln, ebnen sie auch den Weg zum wirtschaftlichen Erfolg des land- und forstwirtschaftlichen Betriebs. Ein traditionelles Rollenverständnis bremst hingegen die wirtschaftlichen Potenziale", so Pein.

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Über Gleichberechtigung und Gleichstellung nachdenken

Viktoria Brandner, steirische Landesbäuerin, dazu: "Der Weltfrauentag ist für uns Bäuerinnen nicht nur Anlass, über die Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frauen auf unseren bäuerlichen Betrieben nachzudenken, sondern auch darüber, dass unsere Bäuerinnen auch in Gremien der Interessenvertretung, aber auch in anderen politischen Gremien eine Gleichstellung erreichen müssen."

NÖ Bauernbund: Jeder dritte Bauernhof von einer Bäuerin geführt

Auch der NÖ Bauernbund zeigt die entscheidende Rolle der Bäuerinnen in der Agrarpolitik, in der Landwirtschaft und im gesamten Ländlichen Raum auf. NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek und Bäuerin sowie Landtagsabgeordnete Silke Dammerer machen darauf aufmerksam, dass jeder dritte Bauernhof in Österreich schon heute von einer Frau geführt wird. Dammerer deutet dies als ein wichtiges Zeichen der Emanzipation und Eigenständigkeit von Frauen in einer Branche, die oftmals als rein männlich von außen wahrgenommen wird.

"Wir Bäuerinnen nehmen viele Rollen wahr. Betriebsführerin und Unternehmerin, Ehefrau und Mutter, engagiert in Familie, Vereinen und Gesellschaft und natürlich auch oft in der Pflege von Angehörigen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwierig es sein kann, all das unter einem Hut zu bringen", so Dammerer. Es sei nicht selbstverständlich, was die Bäuerinnen an 365 Tagen im Jahr, auch an Sonn- und Feiertagen, ohne Urlaubswochen oder Arbeitszeitbeschränkung leisten.

OÖ Bauernbund: Frauen sind Gestalterinnen

Frauen sind häufig die Gestalterinnen auch auf den bäuerlichen Familienbetrieben und sollten dabei keinesfalls sich selbst vergessen, meint OÖ Landesbäuerin Johanna Haider. "Aus Pflichtbewusstsein der Familie und dem Betrieb gegenüber blenden Frauen ihre eigenen Bedürfnisse oftmals aus. Das tut den Frauen nicht gut und sollte daher nicht passieren. Leider denken manche Bäuerinnen in der Jugend nicht an eine soziale Absicherung und eine Altersvorsorge. Das betrifft auch oftmals die Vorsorge im Gesundheitsbereich", zeigt Haider auf.

"Ich rate jedem noch so 'verliebten Pärchen', ob mit oder ohne Landwirtschaft zu einer Beratung. Denn Partnerschaft bedeutet auch Verantwortung zur sozialen Absicherung. Immer wieder passiert es auf den landwirtschaftlichen Betrieben, dass Frauen erst nachdem eine Ehe oder Partnerschaft zerbrochen ist, bemerken, dass sie nicht auf dem Betrieb angemeldet waren und somit keine Pensionsansprüche erworben haben", so die OÖ Landesbäuerin.

NÖ Jagdverband: Jedes 10. Mitglied ist weiblich

Die Emanzipation der Frauen schreitet auch in der Jagd zunehmend voran. "Die Jagd wird zunehmend weiblicher und auch das Durchschnittsalter der Jägerinnen und Jäger sinkt. Das zeigt, dass der Mythos vom Männer-Handwerk längst überholt ist. Vielmehr absolvieren immer mehr Frauen die Jagdprüfung, übernehmen Reviere und erfüllen die zahlreichen Aufgaben, die mit dem Handwerk Jagd verbunden sind. Der NÖ Jagdverband wird diesen Weg jedenfalls fortsetzen und auch künftig Frauen für die Jagd sowie in der Folge für Funktionärsaufgaben begeistern", so NÖ Landesjägermeister Josef Pröll.

Saatgut Austria: Hälfte der heimischen Züchter ist weiblich

Auch in der Pflanzenzüchtung sei der Anteil an weiblichen Führungskräften durchaus hoch. "Zwölf von 24 Pflanzenzüchtern der Mitgliedsunternehmen von Saatgut Austria sind weiblich. Damit liegt der Frauenanteil unter den österreichischen Pflanzenzüchtern bei 50%. Erfasst sind dabei Züchterinnen und Züchter, die eine führende Position innehaben und aktiv in der Züchtung des jeweiligen Unternehmens tätig sind. Sie tragen wesentlich dazu bei, dass die Landwirte gesunde und klimafitte Sorten in Form zertifizierten Saatguts zur Verfügung haben, um eine hohe Versorgungssicherheit aus regionalem Anbau sicherzustellen", unterstreicht Michael Gohn, Obmann von Saatgut Austria.

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