Klimawandel

Deutsche Umwelthilfe für Abschaffung der ermäßigten Mehrwertsteuer für Fleisch und Milch

Weil die Fleisch- und Milchproduktion nach Überzeugung von Umweltschützern den Klimawandel anheizt und Flächen für den Nahrungsmittelanbau blockiert, müssten die Steuern rauf.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) beklagt, dass die Fleischproduktion „die enormen Treibhausgasemissionen im Agrarsektor in die Höhe“ treibt und Flächen, die zum Anbau von Grundnahrungsmitteln benötigt werden, blockiere. Sie fordert daher, die Mehrwertsteuer auf Fleisch und andere tierische Lebensmittel auf den Regelsatz von 19 % zu normalisieren.

Pflanzliche Lebensmittel müssen währenddessen mit 0 % besteuert werden, um die Nachfrage zu stärken und Verbraucher finanziell zu entlasten. Die derzeitige „massive Überproduktion von 21 % bei Fleisch und Milch über den nationalen Bedarf hinaus“ müsse zudem abgebaut werden, heißt es in einer Mitteilung.

DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner findet es beschämend, dass Fleisch in Deutschland teils zu Dumpingpreisen zu kaufen sei oder energieaufwendig eingefroren werden müsse, während die Welt vor einer globalen Ernährungskrise stehe. „Die Fleisch- und Milchproduktion belastet das Klima enorm und frisst dabei Flächen, die oft für den Grundnahrungsmittelanbau fehlen. Es wird Zeit, dass Ernährungssicherung und Klimaschutz endlich Vorrang erhalten vor den Profiten der Fleischindustrie.“

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