Streitpunkt

Food-Aktivist fordert gemeinsame Sprache vom Acker bis zum Teller! Premium

Landwirte sollten sich mit Trends und den Kunden von Morgen beschäftigen, anstatt sich in immer gleichen Klischees zu suhlen und in Facebook-Gruppen Hass auf den „dummen Städter“ zu schüren.

Ein Streitpunkt von Hendrik Haase, Food-Aktivist und Mitbegründer der gläsernen Metzgerei "Kumpel & Keule":

Wir erleben eine Epoche, in der Lebensmittel und Ernährung einen immer wichtigeren Stellenwert im Leben vieler Menschen einnehmen. Die modernen Esskulturen brechen dabei unsere klassischen Mahlzeiten auf, sind flexibler und individualisierter als je zuvor.

Treiber für diese Entwicklungen sind vor allem jüngere Generationen. Für sie wird Ernährung immer mehr zum Ausdruck der eigenen Identität und des individuellen Lebensstils. Trends zu mehr pflanzlichen Lebensmitteln, Fast Good statt Fast Food und das gestiegene Interesse an Herkunft, Produktion und Zusammensetzung von Lebensmitteln bieten dabei ungeahnte Chancen für all diejenigen, die Lebensmittel anbauen und herstellen.

Neben Starköchen sind heute bereits junge Brauer, kreative Bäcker und gläserne Metzger auf dem Weg zu...

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Diskussionen zum Artikel

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von Erwin Schmidbauer

Chancen nutzen

Sein Text zeigt, dass auch er in einer bestimmten Filterblase lebt. Er redet von Nischentrends als wären es Massentrends. Ja, es gibt kleine Teile der Bevölkerung, die neue Möglichkeiten für die Landwirtschaft eröffnen. Die sollte man nicht verprellen. Aber es ist unwahrscheinlich, dass es ohne Zwang die ganze Bevölkerung ergreift, solange sie nicht für sich selbst einen Mehrwert oder einen Statusgewinn erkennen.

von Andreas Thiel

Food Aktivist fordert...

Tolle Basis für einvernehmliche Abkommen, Gespräche etc...

von Josef Doll

Wenn ich mir die Landwirtschaft malen könnte

Genau so stelle ich mir das miteinander zwischen Bauer und Städter vor. Alles ist voller Harmonie ........

von Lars Henken

Realität!

Wie sieht die Realität in Deutschland aus? Diese angeblichen großen Trends ist Sachen Lebensmittel sehe ich eher als kleine Auswüchse, aber nicht als Megatrend. Wie sieht die Realität in Deutschland aus? 1960 gab der deutsche Bürger 38% seines Einkommen für Lebensmittel aus. 2018 waren es nur noch 14%. In diesen 14% entfallen etwa die Hälfte auf Tabak und Spirituosen. Wir reden als über ca. 7% des Einkommens die in Lebensmittel investiert werden. Dieser Wert ist seid dem Jahr 2000 relativ stabil. Das ist die knallharte Realität. Geiz ist in Deutschland geil und das wird auch so bleiben, von ein paar Hipstern die sich eine Luxusernährung leisten wird die Masse der Landwirte nicht leben können.

von Gottfried Liesen

Differenziertes Verhalten

Ja, Ja. Samstag/ Sonntag regionalen Genuß und in der Woche Aldi und Co aus aller Welt zum Jubelpreis. Aus diesem Verhalten entsteht kein nachhaltiges Einkommen für die hiesige Landwirtschaft.

von Werner Kriegl

Berichtigung

ich habe den obigen Text an einer Stelle berichtigt: "...auf den „dummen Städter“ und Vegetarier zu schüren, die TATSÄCHLICH keine Ahnung von Landwirtschaft haben..."

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