Bis zu 50 °C

Hitzewelle in Indien und Pakistan verursacht massive Ernteeinbußen

Die Rekordhitze auf dem indischen Subkontinent kam genau in der Wachstumszeit der Getreidepflanzen. Es drohen bis 60 % Einbußen und die Gefahr dauerhafter Bodenschäden.

Pakistan und Indien ächzen unter Höchsttemperaturen bis zu 50 °C – und das im Frühling. Der EU-Erdbeobachtungssatellit Copernicus stellte fest, dass der Boden teils auf mehr als 60 Grad erhitzt ist.

Jetzt ist die Sorge groß, dass die Extremhitze dauerhaft Schäden anrichten kann. Zum einen sind da die unzähligen Wald- und Buschbrände, die viele Hektar Pflanzen vernichten. Inzwischen ständen auch die Baumkronen vieler Altbestände in Brand, heißt es. Diese Feuer töten die Setzlinge, und zu einem gewissen Maße auch erwachsene Bäume, so dass sich die Natur in den Gebieten nur langsam wieder erholen dürfte.

Hoffen auf Regen

Auch die Landwirtschaft auf dem Subkontinent verlässt sich bislang immer noch zum größten Teil auf Regen. Nun aber seien die Böden derart vertrocknet, dass große Flächen kaum noch zum Feldbau taugten. Mancherorts drohe eine „Dust Bowl“ aus Staub, den nichts mehr hält, berichtet etwa der Spiegel.

Bereits die plötzliche Hitze im März habe die Bauern hart getroffen – insbesondere auch in den Ebenen von Indus und Ganges, die als Kornkammern gelten. Das Korn vieler Getreidepflanzen sei verkümmert. So würden die Bauern in den wichtigsten Weizenanbaugebieten Ernteeinbußen von 20 bis 60 % erwarten. Das angesichts des Ukrainekriegs von Indiens Premierminister Narendra Modi abgegebene Versprechen, die Welt ernähren zu wollen, sei so kaum zu halten, werten unabhängige Beobachter.

Ähnliches ist aus Pakistan zu hören, wo die Obstbäume keine Früchte trügen. Da dort auch die großen Stauseen schon leer sind, sprach die pakistanische Klimaministerin in britischen Medien von einer „existenziellen Krise“. Ende Mai oder Anfang Juni beginnt nun die Monsunzeit. Hier wird wiederum befürchtet, dass es zu schnell zuviel Regen geben könnte, mit ebenso katastrophalen Folgen in den ausgedörrten Ländern.

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