Vorschlag

Tierärzte bieten Hilfe bei Corona-Impfungen an

Tierärzte dürfen bislang beim Menschen keine Spritzen geben. Die Bundestierärztekammer bietet nun aber an, dass die Veterinäre bereit wären, ihren Kollegen bei der Impfung zu helfen - wenn gewünscht.

Die Tierärzte in Deutschland wären bereit, bei der Corona-Impfkampagne zu helfen. Das teilte Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer, auf Anfrage der "Neuen Osnabrücker Zeitung" mit. Derzeit sei es Veterinären noch unter Strafe verboten, Menschen zu impfen.

"Wenn die Bundesregierung jedoch die rechtlichen Voraussetzungen dafür schafft und somit Rechtssicherheit gegeben ist, ist die Tierärzteschaft auch bereit, Impfungen durchzuführen", so Tiedemann. In den USA waren Veterinäre bereits im März in die dortige Impfkampagne eingebunden worden.

Um die Impflücke in Deutschland zu schließen und zusätzlich alle Booster-Impfungen gegen Corona durchzuführen, müssen in den kommenden Wochen zig Millionen Spritzen gesetzt werden. Zuletzt hatte es aus der Politik immer wieder Forderungen gegeben, auch Zahnärzte oder beispielsweise Apotheker an der Impfkampagne zu beteiligen.

So sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) kürzlich im Interview mit der "NOZ": "Aus meiner Sicht könnte eine zeitlich befristete und auf die Covid-Schutzimpfungen beschränkte Ausnahmegenehmigung für Apotheken mit entsprechend ausgebildetem Personal ein pragmatischer und sinnvoller Weg sein, um die Impfkapazitäten noch einmal aufzustocken." Dies würde auch Arztpraxen in der aktuell angespannten Lage entlasten.


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