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Verbraucher wegen Schimmelpilzgiften in Lebensmitteln besorgt

Laut einer Umfrage des BfR sind Antibiotikaresistenzen und Mikroplastik in Lebensmitteln immer noch die Themen, die den meisten Befragten Sorgen bereiten.

Salmonellen in Lebensmitteln, gentechnisch veränderte Lebensmittel und Antibiotikaresistenzen sind die Gesundheits- und Verbraucherthemen, die auf der Bekanntheitsskala von Verbrauchern ganz oben stehen. Dennoch halten weiterhin mehr als drei Viertel der Deutschen Lebensmittel für eher sicher. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Verbrauchermonitors - einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Das Thema Schimmelpilzgifte in Lebensmitteln ist deutlich bekannter und beunruhigt gleichzeitig mehr Menschen als in der vorherigen Umfrage im Februar 2019. Fast die Hälfte der Befragten zeigt sich darüber besorgt. „Verbraucher fürchten eher synthetisch hergestellte Stoffe als natürlich vorkommende Substanzen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Dass die Menschen Schimmelpilzgifte in Lebensmitteln mittlerweile als ähnlich gefährlich wie Salmonellen oder Pflanzenschutzmittelrückstände ansehen, zeigt, wie schnell sich die Wahrnehmung von gesundheitlichen Risiken verändert.“

Unterschiede in der EU

In der Spezialausgabe des Eurobarometers zur Lebensmittelsicherheit in der EU, eine im April 2019 in 28 EU-Mitgliedsstaaten erfolgte Befragung von ca. 28.000 Teilnehmern, werden Unterschiede in der Risikowahrnehmung innerhalb der EU deutlich. Im europäischen Vergleich liegt die Sorge um Antibiotika-, Hormon- oder Steroidrückstände in Fleisch in der deutschen Bevölkerung mit 61 % weit über dem europäischen Durchschnitt (44 %). Hingegen zeigt Deutschland sich bei der Frage nach „Lebensmittelvergiftungen durch Bakterien“ eher weniger besorgt (22 %) als die EU insgesamt (30 %).

Auch der aktuelle BfR-Verbrauchermonitor zeigt eine relativ geringe Beunruhigung durch Bakterien in Lebensmitteln, wie z.B. Listerien oder Campylobacter, die beide nur weniger als der Hälfte der Befragten bekannt sind.


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