Positionspapier

Aktionstag: BDM und weitere Teilnehmer des Milchdialogs fordern 15 Cent mehr

Die Teilnehmer des Milchdialogs wollen den Molkereien ein gemeinsames Positionspapier überbringen. Darin fordern sie unter anderem 15 Cent mehr pro kg Milch.

Am Aktionstag überbringen die Teilnehmer des Milchdialogs den Molkereien ein gemeinsames Positionspapier. Unterzeichnet haben das Forderungspapier an die Verarbeiter BDM, AbL, die LsV-Milchgruppe, EMB, die Freien Bauern und der MEG Milch Board. Unterstützt wird es zudem von der Bauern & Land Stiftung.

Insbesondere bei den tierhaltenden Betrieben sei „Schluss mit lustig“, heißt es in der Mitteilung des BDM. Ihre wirtschaftliche Lage sei angesichts deutlich steigender Kosten und niedrigster Erlöse schlicht ruinös. Die Ursachen dafür seien in den verschiedenen landwirtschaftlichen Sektoren vielfältig. Im Bereich Milch beispielsweise blieben derzeit – ähnlich wie im extremen Krisenjahr 2016 – rund ein Drittel der derzeitigen Kosten ungedeckt, während die Anforderungen an die Betriebe und damit auch die Kosten weiter steigen.

Am 11. November um 11.11 Uhr wollen daher Bäuerinnen und Bauern in ganz Deutschland bei ihren unmittelbaren Marktpartnern, den Molkereien und Schlachthöfen, in einem ersten Schritt ihre Forderungen vorbringen:

  • für den Liter Milch mindestens 15 Cent mehr
  • für das kg Rindfleisch mindestens 1 € mehr
  • für das kg Schweinefleisch mindestens 50 Cent mehr
  • für das kg Geflügel mindestens 20 Cent mehr

„Wir Bäuerinnen und Bauern müssen selbst formulieren, was wir brauchen und können nicht darauf warten, dass uns jemand freiwillig ein paar Krümel abgibt“, so die Teilnehmer des Milchdialogs. „Wir haben direkte Marktpartner, die sich als unsere Partner bezeichnen und wir nehmen diese jetzt beim Wort.“ Aktuell werde über die Zukunft der Landwirtschaft verhandelt, die viele Betriebe aber nicht mehr erleben, wenn sich nicht kurzfristig die Erlössituation auf den Märkten verbessere. Man unterstütze die Verarbeiter gerne dabei, sei es aber leid, abgewimmelt und im Kreis geschickt zu werden, vom Handel über den Verbraucher, über die EU und den globalen Markt und wieder zurück.

Von den Verarbeitern erwarten die Teilnehmer des Milchdialogs Rückmeldungen und Vorschläge, die erkennen ließen, dass man wirklich bereit ist, ernsthaft und problembewusst die Misere der Betriebe anzugehen. Am 19. November wollen sie die Stellungnahmen der Verarbeiter abholen.


Die Redaktion empfiehlt

BDM, AbL, die LsV-Milchgruppe, EMB, die Freien Bauern und die MEG Milch Board haben für den 11. November die Übergabe ihres Positionspapiers an Molkereien sowie gemeinsame Aktionen angekündigt.


Diskussionen zum Artikel

von Gerd Uken

Der Herr Albrecht will es gar nicht verstehen

Es war die LsV Milchgruppe die mit aufgerufen hat das schon aber es ging auch zu den Schlachthöfen Rinderpreise minus 30% jetzt. Schweinepreis in den.Niederlanden unter 1€/kg. Außerdem waren die freien Bauern auch dabei - nur mit dem DBV warxwohl kein Konsens zu finden wie schon ... mehr anzeigen

von Werner Albrecht

BDM und LSV Milchgruppe

Sind identisch. Das sind die gleichen Protagonisten. Hier wird versucht aus der Corona Krise gegen die Molkereien auf zu wiegeln. Es geht nur darum die ewiggestrige BDM Ideologie durchzusetzen. Darum wird versucht den Sündenbock auf die Molkereien zu schieben. Ich habe noch nie erlebt ... mehr anzeigen

von Eckard Wendt

Beeindruckende Aktion

Ich war heute in Lüneburg bei der Übergabe des Forderungskatalogs dabei. Das Engagement und die Disziplin waren sehr beeindruckend. Besonders berührt hat mich das Interview der Journalistin der Landeszeitung mit einem jungen Landwirt, der über die schlechte Situation seines immer ... mehr anzeigen

von Werner Albrecht

Jeder ist seines Glückes Schmied

Unglaublich wie sich der BDM sich hinter der Fassade von LSV die Milchviehalter schlecht macht. Es gibt viele Ursachen wenn es in einem Betrieb schlecht läuft. Da ist ein schlechter Milchpreis nur das Ergebnis der Summe aller Verfehlungen. In Süden hatten wir die letzten drei Jahre gute ... mehr anzeigen

von Werner Albrecht

Der BDM und die sozialistische Internationale

Das ist die neue Salamitaktik des BDM. Man splittert sich in Gruppen auf die eine einheitliche Parole schreien .Und Schwupp hat man eine Mehrheit. Wie naiv müssen Milchbauern und Politiker sein um dieses perfide Spiel nicht zu durch schauen . Ein Verband der noch nie etwas positives ... mehr anzeigen

von Harald Finzel

Schade. LsV war die beste Chance, die die Landwirtschaft in den letzten Jahren hatte....

Nach meiner Erinnerung ist LsV einst angetreten, um sich gegen grundsätzliche politische Irrwege (Agrarpaket usw.) zur Wehr zu setzen, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass die Preisgestaltung NICHT Thema von LsV sei. Jetzt zusammen mit u.a. den Grünen (AbL) illusorische ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Wir Bauern, müssen es nicht hinnehmen, .......

Unsere Verarbeiter und unsere Vermarkter, unsere Produkte an den Handel verschenken. Was nützt unserem Verarbeitern es, wenn wir nicht mehr dafür liefern wollen? Wollen die sich etwa ein decken, mit Rohstoffen aus Ost Europa, wo heute noch Stelle gebaut werden, die zu 50 % bezuschusst ... mehr anzeigen

von Willy Toft

Keiner kann uns zwingen, die letzten Abschlüsse des Handels mit unseren Verarbeitern mitzutragen!

Keiner kann uns zwingen, die letzten Abschlüsse des Handels mit unseren Verarbeitern mitzutragen! Wie wollen sich unsere Verarbeiter zukünftig noch ihre Rohstoffe sichern? Soll das europäische Ausland, hier speziell die geförderten Ställe in Ost Europa, für den Ausgleich sorgen, ... mehr anzeigen

von Albert Maier

Wenn so eine Forderung ...

... auch nur ein wenig Sinn machen soll, dann hätte man sie während den Preisverhandlungen der Weisen Linie stellen müssen. Aber da musste man ja Aldi blockieren, weil der 5 cent mehr als alle anderen Discounter zahlte....

von Christian Bothe

Preisforderungen

Sehr gut und endlich mal der richtige Adressat! Wo ist der DBV und Koll.Schmal? Das verstehe ich nun nicht...

von Gerd Uken

@ Bothe

Das ging um Ostern doch schon schief und dies ist das Ergebnis vom August. Man muss schon aufeinander zu gehen und Kompromissbereit sein. Der LsV tut sich da auch wohl schwer mit so zaghaft wie deren Aufruf kam.

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