Wirtschaftliche Situation

Bullenmast: Liquidität in Gefahr

Etliche Bullenmäster haben keinen Puffer mehr. Eine gute Ernte und nachhaltig höhere Erlöse sind notwendig, um die Betriebe am Leben zu halten.

In den vergangenen zwei Jahren waren die Erlöse der Bullenmäster in NRW sehr schlecht. Zudem gab es drei Jahre in Folge eine ungenügende Grundfutterernte. "In vielen Betrieben kommt es zu Liquiditätsengpässen. Etliche Betriebsleiter haben Liquiditätsdarlehen aufgenommen, um flüssig zu bleiben", berichtet Christopher Kneip im Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben.

Laut dem Unternehmensberater Rindermast bei der Landwirtschaftskammer NRW ist die Stimmung absolut schlecht, das betreffe vor allem Betriebe mit hohen Kapitaldiensten. Höfe, die einigermaßen über die Runden kommen, würden häufig quersubventioniert, entweder durch Biogas oder Photovoltaik. Zwar seien die Preise zum Jahreswechsel gestiegen, aber Bestandsergänzungskosten (Fresserzukauf) und Futterkosten (Betriebe ohne Kontrakte) seien ebenso teurer geworden.

"Landwirte merken, dass sie an der Erlösseite etwas ändern müssen, um ihre Situation zu verbessern. Deshalb fangen einige mit der Direktvermarktung an. Bei vielen ist es die Not, denn der Arbeitsaufwand ist enorm", so Kneip.

Das ganze Interview lesen Sie hier beim Wochenblatt.

------------

K O M M E N T A R

...