Wirtschaftliche Situation

Bullenmast: Liquidität in Gefahr

Etliche Bullenmäster haben keinen Puffer mehr. Eine gute Ernte und nachhaltig höhere Erlöse sind notwendig, um die Betriebe am Leben zu halten.

In den vergangenen zwei Jahren waren die Erlöse der Bullenmäster in NRW sehr schlecht. Zudem gab es drei Jahre in Folge eine ungenügende Grundfutterernte. "In vielen Betrieben kommt es zu Liquiditätsengpässen. Etliche Betriebsleiter haben Liquiditätsdarlehen aufgenommen, um flüssig zu bleiben", berichtet Christopher Kneip im Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben.

Laut dem Unternehmensberater Rindermast bei der Landwirtschaftskammer NRW ist die Stimmung absolut schlecht, das betreffe vor allem Betriebe mit hohen Kapitaldiensten. Höfe, die einigermaßen über die Runden kommen, würden häufig quersubventioniert, entweder durch Biogas oder Photovoltaik. Zwar seien die Preise zum Jahreswechsel gestiegen, aber Bestandsergänzungskosten (Fresserzukauf) und Futterkosten (Betriebe ohne Kontrakte) seien ebenso teurer geworden.

"Landwirte merken, dass sie an der Erlösseite etwas ändern müssen, um ihre Situation zu verbessern. Deshalb fangen einige mit der Direktvermarktung an. Bei vielen ist es die Not, denn der Arbeitsaufwand ist enorm", so Kneip.

Das ganze Interview lesen Sie hier beim Wochenblatt.

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K O M M E N T A R

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Diskussionen zum Artikel

von Richard Götz

Die Konsequenz

Wir mussten leider schon reagieren. Keine Tiere mehr im Stall! Erlössituation seit Jahren unbefriedigend, Futtererträge in den letzten Jahren viel zu niedrig. Trotz abbezahlter Stallungen arbeiteten wir umsonst, keine Rücklagen für neueren Futtermischwagen vorhanden. Kann die ... mehr anzeigen

von Jürgen Greiner

Faire Preise notwendige Bedingung für mehr Tierwohl

Die Bullen- und Mutterkuhhalter haben in Deutschland nur eine Überlebenschance, wenn sie für ihre harte Arbeit und hochwertigen Produkte fair entlohnt werden. Ohne schnelle Systemkorrekturen benötigen wir keine Borchert-Kommission für mehr Tierwohl. Bei nur teilweiser Kompensation ... mehr anzeigen

von Hans Mayer

Sie schreiben ein gutes Beispiel

bietet Familie Pahlsmeier. Bekommen die dann auch mehr für ihr Geld? Sagen wir mal so, um mit den vorhandenen Ställen kostendeckend produzieren zu können bräuchten wir doch mindestens 4,50 bis 5 Euro, wenn wir dann noch mehr fürs Tierwohl machen sollen dann müssten es doch ... mehr anzeigen

von Armin Eugler

Zu kurz gedacht Frau Schmidtmann

"...Zudem ist unumgänglich, dass Rinderhalter die höheren Investitionen auch wirklich durch Mehrerlöse bezahlt bekommen..." Sie stellen auch richtig fest: ..."Die Liquiditätssituation deutscher Bullenmäster IST extrem angespannt. Etliche Betriebe kämpfen ums nackte wirtschaftliche ... mehr anzeigen

von Gerd Uken

Wenn wir sovweitermachen

Mit noch höheren Forderungen dann geht es wie mit den Käfigeiern die stehen jetzt auch woanders u d u s degradiert man zu Landschaftspflegern und Wildbienenzüchtern. Das Fleisch kommt dann woanders her oder alle werden Vegan...

von Fritz Gruber

Ist doch ganz einfach

Mercorsur verabschieden dann wissen wir wenigstens gleich woran wir sind und können uns teure Investitionen für nicht ausgereifte gummiauflagen usw die von oben herab verordnet werden egal ob es Sinn macht oder nicht gleich sparen außerdem haben sie in ihrerZeitung vor ca. 6 Wochen ... mehr anzeigen

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