EU-Milchpreise steigen leicht

Obwohl die Milchpreise der führenden Molkereien in Europa im August gestiegen sind, dürfte der Jahresschnitt 2018 unter dem Niveau von 2017 liegen. Davon geht der niederländische Bauernverband LTO aus. Er erwartet steigende Milchpreise bis Jahresende, gibt sonst aber einen durchwachsenen Marktausblick.

EU-Milchpreise für 2017, 2018 (Jan-Aug) und Durchschnittspreis der Jahre 2013-2017. (Bildquelle: LTO)

Obwohl die Milchpreise der führenden Molkereien in Europa im August gestiegen sind, dürfte der Jahresschnitt 2018 unter dem Niveau von 2017 liegen. Davon geht der niederländische Bauernverband LTO aus.

In der Auswertung für August 2018 beträgt der durchschnittliche EU-Milchpreis 34,37 kg/kg Standardmilch. Das ist ein leichter Anstieg von 0,47 ct/kg gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum August 2017 liegt der durchschnittliche Milchpreis aber um 2,04 ct/kg oder 5,6% niedriger. Da die Milchpreise Ende 2017 relativ stark gestiegen sind, hält es der niederländische Bauernverband für unwahrscheinlich, dass der Preisunterschied zum Jahr 2017 in den letzten Monaten des Jahres 2018 kompensiert wird. So werde 2018 wahrscheinlich ein "durchschnittliches" Jahr sein.

Keine Molkerei hat den Auszahlungspreis für August gesenkt, fast alle legten zu (Tabelle). Angesichts der verschiedenen Ankündigungen dürfte der durchschnittliche Milchpreis im September und Oktober weiter steigen, so LTO. Denn beispielsweise hätten Arla, FrieslandCampina, DMK und Lactalis Preiserhöhungen angekündigt.

Die Markteinschätzung des niederländischen Bauernverbandes: "Trotz des extremen Wetters ist die Milchversorgung in der EU im Juli wie im Vormonat um 1,3% gestiegen. Der größte absolute Anstieg ist in Deutschland und Italien zu verzeichnen. Auch in Frankreich, Großbritannien, Belgien und Polen nahm das Volumen zu. Im Gegensatz dazu verzeichnete Irland einen starken Rückgang der Milchversorgung. Von Januar bis Juli dieses Jahres wurden in der EU insgesamt 1,7% mehr Milch geliefert.

Die Milcherzeugung wächst immer noch außerhalb Europas. Im Juli stieg das Volumen in Argentinien, Neuseeland, Uruguay und den USA. In den letzten beiden Ländern gab es in diesem Monat jedoch einen leichten Anstieg. Australien verzeichnete im Juli den zweiten Monat in Folge einen Rückgang. Die USA zeigten im August einen etwas stärkeren Anstieg von mehr als 1%. Neuseeland verzeichnete im August ein Plus von fast 5%, was ein guter Start in die neue Saison ist.

Nachdem die mit den Auswirkungen der Dürre verbundenen Emotionen Ende August vom Markt verschwunden waren, gerieten die Preise unter Druck. Vor allem die Butterpreise fielen recht schnell. Am 3. Oktober beträgt das Angebot 500 € pro 100 kg. Auch das Magermilchpulver-Angebot ist gefallen. Unter dem Einfluss der sinkenden Fett- und Eiweißpreise kam auch der Preis für Vollmilchpulver im September unter Druck. Alle Preisnotierungen liegen jetzt unter dem Durchschnitt von 2017.

Der Markt scheint aufgrund des großen Angebots (einschließlich der Intervention) gesättigt zu sein, was zu einer preissenkenden Wirkung führt. Es gibt immer noch einen sehr ruhigen Markt. Europäische Produkte sind zu teuer für den Weltmarkt, wo Neuseeland und Südamerika sehr wettbewerbsfähig sind."

Artikel geschrieben von

Patrick Liste

Redakteur Rinderhaltung

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Diskussionen zum Artikel

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von Martin Siekerkotte

Artikel 148

Frau Klöckner nicht vom DBV u MIV einlullen lassen

von Gerd Uken

Mehr als Kaffeesatz lesen

Kann der LTO auch nicht und die Rabobanker sagen s ihm noch vor! 6 Cent plus soll der Milchpreis doch noch steigen bis zum Jahresende sagte unser Milchpräsident. Und das bei fallenden Marktpreisen? Wer macht denn nun den Milchpreis? LTO Rabo Fonterra???

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